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Minden-Lübbecke digital

Digitale Maker Faire Minden-Lübbecke

Am Samstag, 05. September 2020 von 10-15 Uhr veranstaltet das zdi-Zentrum Minden-Lübbecke seine zweite Maker Faire – und alles ist anders als geplant.
„Wir hatten uns auf zwei bunte Tage mit Messetrubel und tollen persönlichen Kontakten gefreut“, so Projektleiterin Melanie Ochsenfarth vom zdi-Zentrum Minden-Lübbecke. „Das fällt leider aus, aber wir wollen den Menschen zumindest online zeigen, was die zahlreichen Maker hier im Kreis so alles auf die Beine stellen. Wir möchten die Maker Faire Minden-Lübbecke 2020 ins Internet verlegen und hoffen, dass das Format angenommen wird, auch wenn es natürlich eine echte Messe niemals ersetzen kann.“
Zu dem digitalen Experiment sind alle eingeladen, die etwas interessantes Handwerkliches, Technisches oder Selbstgemachtes zu Präsentieren haben und andere daran teilhaben lassen wollen.
Die Homepage des zdi-Zentrums dient als Startseite für die Maker-Angebote.
Vom kleinen Artikel über das klassische Tutorial bis hin zu Materiallisten, Arbeitsblättern oder Bauanleitungen werden spannende Projekte vorgestellt. Der Youtube-Channel des zdi-Zentrums wird ebenfalls für Vorstellungsclips und Videotutorials eingebunden werden. Außerdem steht ambitionierten Makern die Möglichkeit zur Verfügung, über einen eigenen discord-Server interaktive Workshops und Lifestreams anzubieten oder sich in Chatrooms zu selbstgewählten Themen auszutauschen.
„Wir freuen uns auf alle, die ihr Wissen weitergeben möchten und Spaß daran haben in einer aktiven Community kreative Ideen zu zeigen.“ Jetzt schon vormerken!

Alle Informationen gibt es hier.

Werkstattberichte: Neues aus den Fablabs und der Makerszene in Zeiten von Corona

Wo entstehen neue Makerspaces, welche Termine stehen an und was ist los in den Fablabs? Die Werkstattberichte in Zeiten der Pandemie.

Abgesagt, geschlossen, verschoben – seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie mussten die Fablabs und Hackerspaces ihre physischen Räume oft schließen und viele Veranstaltungen absagen. Doch der Austausch ist damit nicht völlig zum Erliegen gekommen. Viele Werkstätten lassen zwar keine Besucherinnen und Besucher mehr herein, gerade die 3D-Drucker arbeiten aber auf Hochtouren. So rief etwa das Kasseler Hammertime mit MakersVsVirus eine Webseite ins Leben, auf der Organisationen in Not mehr über Produktionshubs in ihrer Nähe erfahren können.

Auch das Wiener Happylab koordiniert die Herstellung von sogenannten Faceshields und bietet seinen Mitgliedern zusätzlich einen Auftragsservice an. Gefräste oder gedruckte Teile werden dabei vor die Haustür geliefert. Im Materiallager Pankow gibt es ab morgen einmal pro Woche eine begrenzte Öffnungszeit, bei der bestellte Materialien abgeholt werden können (etwa für die Herstellung von Gesichtsmasken), und die Kabutze Greifswald leiht ihre Nähmaschinen aus.

Viele Makerspaces bieten inzwischen verschiedene Online-Formate an, damit ihre Mitglieder sich austauschen oder ihre Projekte vorstellen können. Nach dem Vorbild der Sendung „Show and Tell“ von Hardwarehersteller Adafruit zeigten etwa einige der „Freien Maker“ ihre aktuellen Arbeiten auf YouTube. Die donnerstäglichen Open Lab Nights gibt es nun ebenfalls auf YouTube. Videostream statt Sitzrunde geht auch bei anderen Formaten: So verlegte der Erfurter Bytespeicher seinen Vortrag zu den Hacking-Wettbewerben „Capture The Flag“ einfach auf einen Jitsi-Videostream und der Makerspace Rheinfelden streamte einen Osterschmuck-Workshop über Twitch. Die Roberta-Initiative bietet morgen eine Online-Sprechstunde rund um das Open Roberta Lab an.

Sogar das Hackathon-Format „Jugend hackt“ zog Ende März in Netz. In drei Gruppen programmierten die Jugendlichen zusammen Software-Prototypen, etwa für eine Online-Klausurlösung. Dieses Wochenende wird im Jugend hackt Lab im Ulmer Verschwörhaus in einer virtuellen Welt programmiert. Andere Hackerspaces, wie der Kasseler Flipdot, haben ihre Räume von der Küche bis zur Sofaecke virtuell abgebildet und laden Interessierte zum Chat ein. Worauf beim Umzug in den Remote-Hackerspace zu achten ist, hat der Hacksaar zusammengetragen.

In Zukunft könnten selbst Repair Cafés ihre Treffen online abhalten. Das Otelo Linz hat sich bereits in einer Videokonferenz getroffen, die auch über Facebook übertragen wurde und Möglichkeiten für das Reparieren über die Distanz ausgelotet. Morgen beginnt das Wildauer Vinnlab mit Upcycling-DIY-Workshops, die über einen virtuellen Kursraum gemeinsam gestaltet werden. Ebenfalls ums Reparieren ging es am Wochenende in der Sendung Netzbasteln im Deutschland Nova – mit ganz vielen Tipps auf ältere Ausgaben.

Wir sind Eure Erfahrungen beim Umstieg auf virtuelle Treffen? Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen

Ein Artikel von Helga Hansen

Make USB

Acht Jahre Bastler-Know-How auf einem Stick

Tüftler, Frickler, Experimentierfreudige aufgepasst: Jetzt gibt es alle Artikel von Deutschlands gefährlichstem DIY-Magazin gebündelt auf einem 32-GByte-USB-Stick: Das sind 47 Make-Ausgaben aus den Jahren 2012 bis 2019 mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, ausführlichen Beschreibungen, praktischen Modifizierungen sowie Vorstellungen von Hackerspaces, Fablabs und Maker Faires. Auch ausführliche Tests etwa von 3D-Druckshops oder Werkzeugen gehören zu den Inhalten.

Jetzt sichern und vorbestellen! Die Lieferung erfolgt voraussichtlich Anfang/Mitte April.