Dieses Jahr ist alles anders… wir lieben die Maker Faire Hannover

Dieses Wochenende wäre es soweit. Wir würden am Freitag alle Aussteller in Empfang nehmen und gemeinsam alles aufbauen. Wir würden am Samstagmorgen die Tore öffnen und uns über die Besucher freuen, die endlich in die Welt der Maker eintauchen wollen. Wir würden unglaublich faszinierende Highlights und die genialsten Maker-Projekte bewundern… wir vermissen euch!

Leider kann in diesem Jahr die Maker Faire Hannover aufgrund des Coronavirus nicht wie gewohnt stattfinden. Wir sind sehr traurig darüber, haben für euch aber stattdessen ein paar Aktionen vorbereitet, um den Maker Faire-Gedanken trotzdem zu leben. Schaut einfach auf unserer Sonderseite vorbei und entdeckt große und kleine Überraschungen: Klickt hier für unser Best-of

Digitale Maker Faire Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke digital

Am Samstag, 05. September 2020 von 10-15 Uhr veranstaltet das zdi-Zentrum Minden-Lübbecke seine zweite Maker Faire – und alles ist anders als geplant.
„Wir hatten uns auf zwei bunte Tage mit Messetrubel und tollen persönlichen Kontakten gefreut“, so Projektleiterin Melanie Ochsenfarth vom zdi-Zentrum Minden-Lübbecke. „Das fällt leider aus, aber wir wollen den Menschen zumindest online zeigen, was die zahlreichen Maker hier im Kreis so alles auf die Beine stellen. Wir möchten die Maker Faire Minden-Lübbecke 2020 ins Internet verlegen und hoffen, dass das Format angenommen wird, auch wenn es natürlich eine echte Messe niemals ersetzen kann.“
Zu dem digitalen Experiment sind alle eingeladen, die etwas interessantes Handwerkliches, Technisches oder Selbstgemachtes zu Präsentieren haben und andere daran teilhaben lassen wollen.
Die Homepage des zdi-Zentrums dient als Startseite für die Maker-Angebote.
Vom kleinen Artikel über das klassische Tutorial bis hin zu Materiallisten, Arbeitsblättern oder Bauanleitungen werden spannende Projekte vorgestellt. Der Youtube-Channel des zdi-Zentrums wird ebenfalls für Vorstellungsclips und Videotutorials eingebunden werden. Außerdem steht ambitionierten Makern die Möglichkeit zur Verfügung, über einen eigenen discord-Server interaktive Workshops und Lifestreams anzubieten oder sich in Chatrooms zu selbstgewählten Themen auszutauschen.
„Wir freuen uns auf alle, die ihr Wissen weitergeben möchten und Spaß daran haben in einer aktiven Community kreative Ideen zu zeigen.“ Jetzt schon vormerken!

Alle Informationen gibt es hier.

Bauset-Workshops jetzt im Shop auf Abruf

Ihr wolltet gerne Nokolino, die BoxClock oder den Varikabi bei unseren Online-Workshops nachbauen, hattet aber an den Terminen keine Zeit?

Dafür haben wir jetzt die Lösung: Wir bieten euch exklusiv die aufgenommenen Mitschnitte in unserem heise shop zum Download an.

Das tollste daran, ihr könnt jederzeit stoppen, zurückspulen oder euch zur Kontrolle einfach alles noch einmal anschauen. So oft wie ihr wollt! Baut euch ein sprechendes Kuscheltier-Monster mit Hilfe eines ATtinys, lernt löten und bastelt euch eine eigene Wortuhr mit dem BoxClock-Tutorial oder entdeckt die Welt der Robotik und baut euch den Steckroboter Varikabi mit vielen verschiedenen Funktionen zusammen. Die Workshopleiter im Tutorial führen euch Schritt für Schritt durch alle Bauschritte. Gemacht für die ganze Familie! 

Vergesst nicht, passend zu den Videos die Bausets zu bestellen. Das freche Nokolino-Monster-Bauset kann im Shop direkt mitbestellt werden – in Kombination mit dem Video spart ihr dabei sogar 12%!!

Alle weiteren Informationen gibt es im Shop.

Smartphone laden beim Radeln – die neue Make

Viele Radfahrer haben mittlerweile eine richtige Lichtmaschine an Bord: Nabendynamos können nicht nur die Fahrradbeleuchtung mit Strom versorgen, sondern auch den Saft für Smartphones liefern. Dazu braucht es aber einen USB-Laderegler, der die am Dynamo entstehende Spannung passend macht. Das aktuelle Make-Magazin 4/20 zeigt, wie man einen solchen Laderegler mit wenigen Bauelementen kostengünstig selbst bauen kann.

Diese Laderegler kann man in allen möglichen Preisklassen fertig kaufen, aber auch selbst bauen. Dazu braucht es nur ein paar Dioden, Kondensatoren, einen Spannungswandler, einen Stecker für den Nabendynamo und ein USB-Kabel zur Verbindung der Ladeschaltung mit dem Smartphone. Die entsprechende Ladeschaltung zeichnet sich durch eine erfreuliche Einfachheit und Effizienz aus. Geübte Bastler mit Spaß am Experimentieren können nach wenigen Stunden schon Power aus dem Nabendynamo ziehen und dabei eine Menge über die Funktionsweise des Dynamos und die Spannungsregelung erfahren. Radfahrer, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h und 25 km/h unterwegs sind, laden auf diese Weise ihr Smartphone mit bis zu 400 Milliampere.

Wer oft in der Stadt unterwegs ist und seinen Handy-Akku vor zu vielen Ladeunterbrechungen bei Ampelstopps verschonen will, findet im Heft außerdem Hinweise, wie sich ein oder zwei Powerbanks geschickt als Energiepuffer einbinden lassen.

In der aktuellen Make-Ausgabe stellt die Redaktion außerdem Retro-Gaming auf dem Raspberry Pi vor, testet drei kostenlose Slicer-Programme für den 3D-Drucker, interviewt eine CNC-Fräsen-Bauerin, die auch Selbstbaukurse gibt, und widmet sich in einem mehrseitigen Report lebensechten Robotern, den Animatronics. Zu kaufen gibt es die neue Make im Shop oder im Kiosk.

Workshop: varikabi Steckbausätze – ein spielerischer Einstieg in die Welt der Elektronik

Sie sind schon fast ein kleiner Haustier-Ersatz: Die kleinen Roboter-Tiere von Variobot sehen nicht nur niedlich aus, sondern verblüffen auch mit insgesamt 12 Funktionen:

  • Hinderniserkennung und überraschende Fahrmanöver
  • Stoppt oder beschleunigt bei Hindernissen, Licht oder Schatten
  • Reagiert durch patentierte Sensorik sensibel auf sein Umfeld
  • Folgt Licht, Linien, Gegenständen oder deiner Hand

In unserem Live-Workshop hilft Tino von Variobot euch beim Aufbau der tollen Steckroboter, zeigt euch eine Auswahl der Funktionen und erklärt, wie die Funktionsweise überhaupt zustande kommt.

Bei diesem Workshop wird ein bestimmter Bausatz gebaut:

  • Samstag, 18.07. von 11-13 Uhr: gebaut wird der „Käfer

Sichert euch jetzt einen tollen Lerntag für die ganze Familie.

Workshop: Erschaffe ein sprechendes Kuschelmonster

Nokolino

So süß und frech –  da kann niemand widerstehen! 

Baut gemeinsam im Online-Bauset-Workshop mit Nikolai euer eigenes Nokolino-Monster!

In diesem Workshop lernt ihr unter anderem, wie man mit dem Lötkolben richtig hantiert. Außerdem lernt ihr, einen ATtiny mithilfe eines Arduinos zu programmieren, wie man ein MP3-Modul zum sprechen bringt und wie man anschließend das ganze an der Stromversorgung anschließen muss. Anschließend könnt ihr aus den Stoffvorlagen, die im Paket enthalten sind ein niedliches (oder auch grimmiges, je nach Lust und Laune) selber nähen. Mehr vielseitige Maker-Erfahrung innerhalb so kurzer Zeit ist fast unmöglich. 

Das beste an dem Set: Ihr müsst nicht einmal Werkzeug kaufen, weil das Zubehör ebenfalls mitgeliefert wird. Zwei Klicks und ihr seid für eine perfekte Workshoperfahrung mit charmantem Spaß und Lerngarantie gewappnet. Hier ist Spaß für die gesamte Familie gesichert. Falls das immer noch nicht reicht: Ihr könnt Nokolino sogar mit eurer eigenen Stimme bespielen und witzige Grüße an eure Liebsten damit ausrichten – besonders zu Corona-Zeiten ein tolles Highlight.

Holt euch ein wenig Maker Faire nach Hause und legt jetzt los. Wir bieten euch folgenden Termin an:

  • Donnerstag, 23.07.2020, 17:00 – 19:00 Uhr

Kauft euch jetzt euer Ticket und vergesst nicht, den Bausatz Nokolino mit dazu zu bestellen.

Workshop: Baut euch eure eigene Wortuhr selbst!

Es wird Zeit für eine neue Wanduhr, aber ihr könnt keine Zahlen mehr sehen? Mit unserem Online-Wortuhr-Workshop könnt ihr das neue It-Piece für eure Wohnung ganz einfach selbst bauen – eine Uhr, die euch die Zeit in Wörtern anzeigt. Die Anzeige besteht aus LEDs, die die Farbe in verschiedenen Modis ändern können und gesteuert wird alles über WLAN

Ihr bekommt ein komplettes Bauset für die BoxClock nach Hause geschickt. Das Set baut ihr gemeinsam mit Frithjof von build-yours, der euch live vor der Kamera jeden einzelnen Schritt zeigt, auf. Wie bei einem Webinar könnt ihr Fragen über den Chat stellen und bekommt direktes Feedback.

Ihr lernt, mit dem Lötkolben richtig umzugehen, bastelt gemeinsam das Gehäuse der Uhr und lernt und wie das ganze System mit den LED-Anzeigen, WLAN und Co. überhaupt funktioniert.

Ihr seid aber eigentlich Anfänger und habt noch keine wirkliche Erfahrung in dem Umgang mit dem Lötkolben? Überhaupt kein Problem. Der Kurs ist speziell für Einsteiger konzipiert und bringt euch so nicht nur Spaß sondern auch gleich einen großen Lernerfolg. Perfekt für ein paar tolle Bastelstunden zu Hause.

Weiter zum BoxClock-Workshop

 

Die neue Make: Ausgabe – Mit alten Fernsehern Zugang zu Netflix und Prime bekommen

Mit einer preiswerten App wird jedes Tablet oder Smartphone zur Bedienoberfläche für eigene Hardware. Das Make-Magazin stellt in seiner aktuellen Ausgabe 3/2020 einen drahtlosen Waschmaschinen- oder Trockner-Melder vor, mit dem man sich unnötige Kontrollbesuche in der Waschküche sparen kann.

Wäsche mal wieder in Waschmaschine oder Trockner vergessen? Ein bekanntes Problem, das nicht nur in Studenten-WGs auftritt. Abhilfe leistet hier der Einplatinenrechner ESP8266, unterstützt von einem A/D-Wandler und einer Handvoll Sensoren. Ist die Wäsche fertig, gibt es über das Handy eine Meldung und im Notfall auch einen Hochwasser-Alarm.

In der aktuellen Make-Ausgabe gibt es zusätzlich zur Anleitung des Waschmaschinen-Monitors noch ein weiteres Smart-Home-Projekt: Mit einem Raspberry Pi und einem Arduino kann man eine netzwerkfähige Außenkamera ohne Cloud steuern, etwa wenn man seine Schildkröte im heimischen Außengehege stets im Blick behalten will. Außerdem zeigt die Make-Redaktion, wie man mit einem RasPi 4 seinen alten Fernseher zum Smart-TV ausbauen kann, um dann Zugang zu Prime und Netflix zu bekommen.

Ab sofort am Kiosk und im heise Shop.

7 Tage, 7 Projekte – das Maker Online Camp

Eine Veranstaltung mit vielen Menschen ist derzeit nicht möglich, Ausprobieren und Selbermachen muss deshalb aber keine Pause machen!

Wir rufen für euch eine neue, digitale Veranstaltungsreihe ins Leben: Maker Faire Workshops. In unserer Projektwoche könnt ihr unter dem Motto: „7 Tage – 7 Projekte“ jeden Tag ein tolles, neues Projekt nachbauen. Jeden Nachmittag, in der Woche vom  (ACHTUNG, Termin verschoben) neu: 27. Juli bis 2. August, finden von 16:00 bis ca. 18:00 Uhr Live-Workshops im Streaming statt. Täglich erklären die Workshopleiter Schritt für Schritt ein neues DIY-Projekt, für Rückfragen gibt es eine Chatfunktion. Ihr lernt, wie ein Roboter mit Wasserkraft bewegt werden kann, wie das Maker Faire Maskottchen Makey gelötet wird, wie ihr Masken ohne Nähmaschine nähen könnt, alte Zeitungen in einzigartige Designerstücke zu verwandeln, Handyhüllen mit Heißkleber selbst zu gestalten und Handlettering, die Kunst des schönen Schreibens. Das tollste ist, dass ihr nicht viel Material benötigt, um die Projekte umzusetzen.

Vorab gibt es einen Materialliste, damit ihr im Livestream sofort loslegen könnt.

Tickets zur Teilnahme könnt ihr hier erwerben. Für den Wochenpass für 50,- Euro, gibt es im Anschluss ein Zertifikat als „Nachwuchs-Maker“, die Bezahlung erfolgt über PayPal.

Zum Start haben wir die Teilnehmerplätze auf 150 limitiert, daher zögert nicht lange sondern sichert euch einen der begehrten Plätze. Pro Ticket kann ein Zugang erworben werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Selbermachen!

Maker – raus aus dem Nischendasein

Am 23. Mai fand die erste Virtually Maker Faire statt. Das US-Maker-Faire-Team organisierte ein 24-Stunden-Event bei dem Maker aus der ganzen Welt ihre Ideen virtuell vorstellen konnten. Im Fokus standen vor allem COVID19-Projekte. Auch die deutsche Maker-Community beteiligte sich an dem Online-Event. In einer Panel-Diskussion zum Thema „Die Maker-Bewegung in Deutschland und der Einfluss auf COVID-19“ tauschten sich Vertreter der deutschen Community aus. Daniel Bachfeld, Chefredakteur des deutschen Make-Magazins, moderierte das Panel.

Es wurde darüber gesprochen, dass sich Maker vor allem im medizinischen Bereich einen Namen machen konnten. Aber auch in der breiten Öffentlichkeit muss die Maker-Szene mit ihrem Mindset und ihren Skills noch mehr Beachtung finden. Daran soll jetzt gearbeitet werden, damit auch die Politik ihr Interesse noch stärker an der Szene zeigt. Das Badman-Image soll den Makern dabei aber nicht verloren gehen.

Wie es jetzt weitergeht? Die Vernetzung weltweit ausdehnen, Face Shields für Entwicklungsländer produzieren, die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und der Open-Source-Bewegung intensivieren sowie die Jugendarbeit stärken. Die Unterstützung der Maker ist im Falle einer zweite Corona-Welle selbstverständlich wieder zur Stelle.

Natürlich waren auch einige Maker mit dabei, die man sonst auf der Maker Faire Berlin oder Hannover persönlich trifft:

  • Tasso Mulzer und Kollegen vom Vinn:Lab zeigten im Basic Blender Workshop einfache 3D-Animationen mit der kostenlosen Blender-Software.
  • Mario Lukas und René Bohne von der RWTH Aachen demonstrierten den FabScanPi, einen 3D-Scanner für jedermann, der als kostengünstiger Open-Source-Bausatz verfügbar ist.
  • Marita Drees von der Zeitungsspinnerei aus dem Münsterland zeigte in ihrem Workshop, wie man mit Zeitungsgarn spinnen, häkeln und basteln kann, um coole Upcycling-Produkte herzustellen.
  • Halis Uzun von Matrix Piano präsentierte ein Mini Tutorial für Musikanfänger- und Fortgeschrittene zum Thema „Musizieren mit der PC-Tastatur.“
  • Kitty Yeung erklärte in einem Vorträg die Funktionen von Quantencomputern mithilfe eines Comic-Strips und gab eine Einführung in Programmieren eines Quantencomputers.
  • Jochen Enderlein von Horatius Steam zeigte Computer, Geräte und Gadgets im viktorianischen Design.
  • City2Science erklärte, wie man den Maker Spirit in lokale Innovationsprozesse einfließen lassen kann.

Das Panel und alle anderen Projekte gibt es zum Nachschauen hier.