Kategorie: Allgemein

DANKE an alle Volunteers!

So langsam haben wir uns erholt und blicken auf eine wundervolle Maker Faire zurück. Für die grandiose Umsetzung der Veranstaltung möchten wir uns auch noch einmal auf diesem Weg bei all unseren freiwilligen Helferinnen und Helfern bedanken.

Wir sind sehr froh, dass wir nach der langen Pause endlich wieder ein so großes Maker-Treffen veranstalten konnten und freuen uns, dass wir über 12600 Teilnehmende bei der Maker Faire dabei hatten, die alle sehr zufrieden und begeistert waren.

Von allen Seiten gab es durchweg positives Feedback für die Veranstaltung und das ist natürlich auch den Volunteers zu verdanken. Ohne die Unterstützung unserer Helfer wäre all das gar nicht möglich gewesen. Die vielen Zelte und Bauzäune zum Aufbau, die Maker, die ihre Tische noch nicht hatten, das Kontrollieren der Besucher am Eingang, die Workshop- und Vortragsbetreuungen, die Besucherbefragungen, die Betreuung der Highlights, der Fotoautomat, Makey, der lange Abbau und nicht zu vergessen: Fähnchen, Fähnchen, Fähnchen.

Wir sagen DANKESCHÖN. Wir sind stolz, so viele tolle Helfer für unser Event zu haben und sind unendlich Dankbar für diesen Support. Schön, dass so viele Leute dieses Jahr Teil des Teams waren. Oder wie sagte es doch so schön einer der Volunteers am Sonntag beim Abbau: „Wie eine große Familie!“ 😊

Wir hoffen, die Volunteers können genauso positiv auf die Maker Faire Hannover zurückblicken und freuen uns, wenn wir viele freiwillige Helfer im kommenden Jahr wieder als CREW-Member vom 18.-20. August 2023 an Bord begrüßen dürfen.

 

 

 

Nach zwei Jahren Corona-Pause traf sich die Maker-Community wieder live

Endlich wieder live: Bei Spätsommerwetter trafen sich im HCC wieder die Bastler, Tüftler und Erfinder und sorgten mit ihren faszinierenden Selbstbau-Projekten für Begeisterung. Wir zählten 12.600 Teilnehmende und ziehen ein positives Fazit. Im kommenden Jahr findet Deutschlands größte DIY-Technik-Messe, die Maker Faire Hannover am 19. und 20. August 2023 statt.

Die Show, die der belgische Künstler Matthias Vijverman mit seinem Feuervogel Garuda präsentierte, war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Leuchteten die Augen der riesigen Stahlkreatur, an der Vijverman über zehn Jahre gebaut hatte, zu Beginn noch freundlich grün, änderte sich das schlagartig, als sie Dampf und Feuer spie. Glutrot und fast ein wenig furchteinflößend blickte der Vogel dann in die gebannte Zuschauermenge, wiegte seinen Kopf und breitete seine 15 Meter langen Flügel aus. Applaus brandete auf: „I am proud to be a maker“, mit diesen Worten schloss der Künstler seine Show und ließ im Anschluss Kinder in das „Cockpit“ von Garuda steigen.

Auch die Maker vom tschechischen Propane Punk Circus sorgten mit ihrem artistischen Programm in dem feurigen MansterWheel für Aufsehen. Mutige Kinder durften während der Feuerpausen in die Räder.

Neben diesen Top-Acts und den leuchtenden Highlights in der Dark Gallery waren es die vielen fantastischen DIY-Projekte und die unzähligen Mitmachaktionen, die die Besucher begeisterten. Ob Löten, Mini-Roboter bauen, erste Programmierversuche, Nähen, Basteln, Linoldruck oder Upcycling – die Stände waren dicht umlagert.

„Mein Sohn ist nun völlig angefixt. So viele tolle Projekte, von engagierten Menschen vorgestellt. So geht MINT-Förderung. Der Lötkolben läuft nun heiß. Danke für diese klasse Aktion!“ schreibt ein Besucher auf Facebook. Ähnliches Feedback gab es mehrfach.

Um “Learning by Making” drehte sich auch der ausgebuchte Lehrertag auf der Maker Faire. Hier wurden inspirierende Ideen für den Unterricht, Beispiele für die Integration von Makerspaces in Schulen und etliches mehr in Vorträgen präsentiert. Die Lehrkräfte waren sehr interessiert und gaben uns viele positive Rückmeldungen. Über eine Wiederholung denken wir bereits jetzt nach.

Das vielfältige Programm auf der Showbühne kam ebenfalls sehr gut an. Von Physik-Experimenten über den YouTuber-Panel, Talks mit engagierten Makern und den Vorstellungen von Cosplayern sowie Star Wars-Fans bis hin zum Singer Songwriter – den Zuschauern hat es gefallen.

Nicht nur die Besucher verabschiedeten sich zum Messeschluss mit leuchtenden Augen, auch den Makern ging es so. „Es gibt keine andere Veranstaltung mit so vielen begeisterten, positiven und wertschätzenden Menschen – danke, dass ich wieder ein Teil davon sein durfte“, schrieb ein Aussteller auf Instagram.

Wir nehmen jetzt den Spirit mit und freuen uns auf die Maker Faire 2023, die am 19. und 20. August erneut im Hannover Congress Centrum stattfindet.

Wer jetzt noch einmal tief in die Maker Faire eintauchen möchte, kann dies mit Hilfe unseres Rückblick-Videos tun:

Auch in unserer Bildergalerie sind wunderbare Eindrücke der Veranstaltung festgehalten worden.

Auch das Fernsehen war vor Ort, der Bericht von Sat1 kann hier verfolgt werden.

Das war der erste Maker Faire-Tag!

„Endlich wieder live!“ Diese Aussage haben wir heute soooo oft gehört. Von den Makern, den Ausstellern, von der Crew und auch von den Besuchern, die regelmäßig kommen. Die Stimmung am ersten Messetag war super, der Wettergott scheint ebenfalls ein Maker zu sein :), der angesagte Regen blieb aus. Wir freuen uns schon auf morgen!

Bilder vom ersten Tag kannst du hier entdecken.

Feuer, Flammen, Eisen

Wenn Lasse, Tim und Paul an die Arbeit gehen, dann fliegen die Funken: Alle drei verbindet ein Hobby: das Schmieden.  

Tim absolvierte ein Duales Studium zum Wirtschaftsingenieur im Bereich Gießereitechnik. Schon von klein auf war er an Metallbearbeitung interessiert und fing nach dem Abitur an sich dem Hobby Schmieden zu widmen. Paul ist ausgebildeter Industriemechaniker, er versucht sich im Moment aber an der Selbstständigkeit als Schmied. Das Feuer fasziniert ihn, weswegen er bereits in der Schulzeit anfing, nebenbei zu schmieden und sich Videos zu dem Thema anzuschauen. Lasse hatte zuhause eine Werkstatt in der Garage, in der er bereits im Kindesalter gemeinsam mit seinem Vater viele handwerkliche Tätigkeiten ausprobierte, was ihn auch zur Tischlerausbildung brachte. Später entdeckte er das Schmieden als weiteres Hobby.  

Kennengelernt haben die Drei sich über eine Whatsapp-Gruppe zum Thema Schmieden. Persönlich gesehen haben sich die Freunde das erste Mal auf der Maker Faire 2018. Seitdem halten sie aus unterschiedlichen Ecken in Deutschland Kontakt zueinander. Denn Tim kommt aus Freibeurg, Lasse aus der Nähe von Eckernförde und Paul aus Verden. 

Alle Drei freuen sich auch in diesem Jahr wieder auf die Maker Faire und besonders sich erneut in Person wiederzusehen. Sie lieben es, die staunenden Blicke der Besucher und anderen Maker zu sehen, zumal die Schmiedeszene in Deutschland nicht groß ist. Auf der Messe können die jungen Hobby-Schmiede allen Besuchern ihr nicht ganz ungefährliches Hobby – bei 1200 Grad geht es auf dem Gelände ziemlich heiß her – näherbringen und sich auch mit anderen Makern austauschen. 

Zur Veranstaltung bringen sie all ihr Equipment zum Schmieden mit, um Gruppen und Einzelprojekte auf der Maker Faire zu realisieren. Auch ältere Projekte wie selbstgeschmiedete Schwerter, Äxte, Messer, Flaschenöffner, Gürtelschnallen und Zangen bringen sie zum Anschauen mit.  

In der Zukunft wollen die jungen Maker dem Schmieden als Hobby treu bleiben und hoffen, dass sich das landesweite Interesse und die Schmiede-Szene noch vergrößern. 

Maker Faire Hannover: Das Programm ist online!

Schon gewusst?! Bei YouTube gibt es eine kleine Preview zur Maker Faire Hannover am 10. und 11. September im Hannover Congress Centrum. Schau mal rein und steigere jetzt schon deine Vorfreude auf ein grandioses Do-It-Yourself-Event. Falls du noch kein Ticket hast, sichere dir jetzt deine Teilnahme und kauf dein Ticket online.

  • Entdecke jetzt alle Aussteller und plane deinen Besuch hier.
  • Freue dich auf ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm mit spannenden Experimenten und mitreißenden Aktionen auf unserer Showbühne im Stadtpark
  • Tolle Workshops und Mitmachaktionen kannst du hier entdecken
  • Den Timetable zu unserem Vortragsprogramm mit interessanten Speakern gibt es hier 

Wo sich DIY-YouTuber, Cosplayer und Lichtkünstler begegnen

Am 10. und 11. September treffen sich auf der achten Maker Faire im HCC wieder DIY-YouTuber und geben Einblicke in ihre Maker-Welt. Auch etliche Cosplayer haben sich zum Festival verabredet, um dort ihre farbenfrohen, aufwändig hergestellten Kostüme zu präsentieren. Leuchtende Exponate haben die verschiedenen Lichtkünstler im Gepäck, mit denen sie die Besucherinnen und Besucher in der Dark Gallery verzaubern wollen.

Maker Faire – das heißt anfassen, ausprobieren, voneinander lernen und vernetzen: Auch in der achten Auflage der Maker Faire ist das Angebot der rund 1000 ausstellenden Maker vielfältig. Bereits zum vierten Mal sind Szene-YouTuber aus dem Genre DIY/Handwerk zu Gast. Angekündigt hat sich die bekannte Makerin Laura Kampfdie gemeinsam mit HABUFelix SchelhasseFranks ShedJonas Winkler und Karoline Hinz an den Paneltalks am Samstag um 16:30 Uhr und am Sonntag um 12:10 Uhr teilnehmen wird.

Darüber hinaus zeigen unter anderem die YouTuber Pero Cetkovic aka Der Kompressorschrauber und Marcel von Bau Boom Bang sowie Ellen Brilhuis-Meijer von Crafts with Ellen ihre Werke und bieten Mitmachaktionen an.

Sie heißen BabyroodsKarameloriAnxietea.exe oder weeiiird.cos und lieben es, fiktive Charaktere durch ihre Cosplays in die Realität zu holen. Die Cosplayerinnen sowie Instagram- und TikTok-Stars nutzen die Maker Faire, um ihre ausgefallenen Kostümideen vorzustellen und über ihre Vorbilder aus Animes, Mangas oder Videospielen zu erzählen.

In der Dark Gallery – die verdunkelte Halle gibt es nach 2019 zum zweiten Mal auf der Maker Faire – sind es vor allem Jonas Vorwerk, Teammitglieder von Tim Davies, die jungen Maker von ARTandTECH.space, Jürgen Klöck und Franz Betz, die als Lichtkünstler faszinierende Projekte mitgebracht haben.

Ein Hingucker ist Pixels, eine interaktive Lichtinstallation von Jonas Vorwerk , einem niederländischem Multimedia-Künstler, der sich audiovisueller Kunst mit Schwerpunkt Interaktion widmet. Pixels besteht aus verschiedenen LED-Blöcken, die bei Interaktion die Farbe und Intensität wechseln und von den Besuchern vielfältig zu verschiedenen Kreationen zusammengebaut werden können.

Als unübersehbares Highlight gleitet ISO durch die Dark Gallery: ein sieben Meter langes und fünf Meter hohes Monster, das einer Tiefsee-Assel ähnelt und vollständig mit LEDs beleuchtet wird. Das Projekt stammt von Tim Davies , einem britischen Bildhauer und Ingenieur mit Vorliebe für großformartige kinetische Kreaturen. Iso wird von einer Person gesteuert, die dem Unterwassertier Leben einhaucht.

Das Projektlabor Berufskolleg Rheine und die Jugendkunstschule Rheine präsentieren viele ausgefallene Lichtobjekte, die im ARTandTECH.space entstanden sind. Jürgen Klöck stellt seine Upcycling-Ideen – er baut aus schrottreifen Geräten warm leuchtende Lampen – ebenfalls in der Dark Gallery vor.

Zudem können große und kleine Besucher die Discokugel aus CDs bestaunen, die der stadtbekannte Lichtbildhauer Franz Betz im vergangenen Jahr als Außenwette der digitalen Maker Faire gebaut hat. Der Hannoveraner wird nicht nur das Schwarmkunstwerk mit einem Durchmesser von zwei Metern präsentieren, sondern gemeinsam mit Besuchern weitere kleine Discokugeln bauen und so die Halle zum Strahlen bringen.

Maker Portrait: Vom Bastelschüler des Großvaters zum Kapitän der Kenterprise

Einer der Maker auf der diesjährigen Maker Faire ist Jan Kettler. Er ist 25 Jahre alt und macht derzeit seinen Master in Informatik an der Hochschule Osnabrück und hat vorher einen Bachelor in Elektrotechnik in Diepholz gemacht. Wer in den letzten Jahren eine Maker Faire besucht hat, hat ihn dort vielleicht schon einmal gesehen, denn Jan ist bereits seit 2016 auf vielen Maker Faires als Aussteller gewesen. Selbst bezeichnet er sich als Technikcrack.   

Der Tüftler hat bereits an vielen Projekte gearbeitet, die er auch auf der diesjährigen Maker Faire zeigen wird. Zum einen wäre das eine Solar-Powerbank, ein binärer Wecker und einen Roboter. Sein Herzensprojekt ist aber die Kenterprise, ein 100 x 80 cm großes autonomes Boot mit Sensoren und Messanlagen. Das Projekt startete er 2018 im Rahmen eines Studienprojektes und Jan arbeitet bis heute noch daran. Die Kenterprise ist dafür gedacht, durch Seen zu fahren und diese mittels Sensorik auf gesundheitsgefährdenden Blaualgen zu untersuchen. “So ein Projekt kostet  viel Zeit und verläuft auch nicht immer reibungslos,”, erzählt Jan Kettler. “Schon mehrfach musste ich ins Wasser steigen und zur Kenterprise schwimmen. Wenn die Technik versagt und das Boot regungslos mitten im See liegt.”. 

Bereits bei seinem ersten Besuch einer Maker Faire, faszinierte ihn die Community und der unkomplizierte Austausch untereinander. „Man kommt mit allen möglichen Leuten aus der Szene in Kontakt und kann Tipps, Wissen oder Inspirationen miteinander teilen. Die Maker sind alle sehr nett und insgesamt bietet die Messe viel, was man neu kennenlernen kann.  

Jan schreibt seine Masterarbeit über das DIY-U-Boot eduROV in Norwegen und will in Zukunft aber eher kleinere einfache Projekte machen, die einfach nachbaubar sind. Zum einen sind diese Projekte weniger zeitaufwändig und er liebt es Wissen sowie das Interesse für Technik zu vermitteln. Sein Anliegen begründet er damit, dass ihm genau das damals in der Schule fehlte:, eine Möglichkeit mit Technik und Basteln in Kontakt zu kommen.  

Ein Projekt, was zum Nachbauen einlädt, ist seine Mini Kenterprise. Mit ein bisschen kostengünstiger Elektronik und zwei Propellern ausgestattet, schwimmt das Mini-Modell mit zwei Plastikflaschen als Rumpf und lässt sich dabei mit einem Smartphone steuern.  

Darüber hinaus ist der 25-Jährige gerade dabei, Technik-Workshops für Schülerinnen und Schüler zu organisieren. Bei ihm kam das Interesse zur Technik und der Maker-Kultur durch seinen Opa, mit dem er bereits von klein auf lötete und bastelte.  

Viele seine Projekte und deren Verlauf teilt der Student auch auf YouTube, Instructables und Instagram mit dem Kanalnamen Basement Engineering. Im Moment ist die Kenterprise 2.0, eine verbesserte Version des Originals in Arbeit, die auf der Maker Faire Hannover ihre Jungfernfahrt feiern soll.  

Maker Portrait: Maker Education, Platz für eigene Kreativität in und neben der Schule

Die Kooperation vom Projektlabor Berufskolleg Rheine und der Jugendkunstschule Rheine bilden den ARTandTECH.space – ein Makerspace, der Kunst und Technik vereint. Eigentlich verbirgt sich hinter dem ARTandTECH.space ein klassischer Makerspace – zumindest auf den ersten Blick. 

Angefangen hat alles mit Jugend forscht Projekten, an denen im Keller der Schule getüftelt wurde. Dort haben sich die Maker dann nach und nach maximal ausgebreitet, bis es die Möglichkeit gab, ein größeres Gebäude in der Nähe der Schule zu beziehen. „Ganz nach dem Motto ‘Raus aus dem Keller, rein in die Welt’ erfolgte der Umzug und die Kooperation mit der Jugendkunstschule Rheine. Im Interview auf unserem Instagram-Kanal erzählt Berthold Sommer, Lehrer am Berufskolleg Rheine, das Making nicht nur kreative Technikgestaltung ist, sondern fast immer auch Kunst. Aber wofür genau steht dieser Ort, ARTandTECH.space nun? 

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler nennen den ARTandTECH.space liebevoll ihr „zweites Zuhause“. Alle, die Lust haben ihrer Projekt umzusetzen, finden an diesem Ort Hilfsmittel, Werkzeuge und fachliche Unterstützung. Laut Sommer steht vor allem im Vordergrund, Dinge neu und anders zu denken. Neues Know-How erdenken und anwenden heißt „schlau werden ohne Langeweile“. Fehler gehören hier ganz normal zum Lernprozess und werden nicht getadelt, sie sind Anlass genauer hinzuschauen und neu zu denken. 

Seit der ersten Maker Faire ist das Berufskolleg Rheine immer mit dabei und alle freuen sich riesig, nach zwei langen Jahren Corona-Pause, endlich wieder live bei der MFH mitmachen zu können. 

Im Interview wurde schon deutlich, wie sehr die Maker Faire vermisst wurde. Umso mehr freuen sich alle Beteiligten auf die großartige Atmosphäre auf dem DIY-Festival, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können, Projekte zu zeigen oder auch andere spannende Ideen zu entdecken. Die Maker sind überzeugt: die Maker Faire bietet für jeden etwas und ist definitiv eines DER Highlights des Jahres. Die ARtandTECH.space Maker bringen dieses Jahr die „Poxelwand“ mit, eine über zehn Quadratmeter große LED-Pixelwand, auf der Snake oder Tetris gespielt werden kann. Darüber hinaus haben sie den Weltzerstörungsknopf, einige Projekte mit spannenden Lichteffekten, einen Tribock/Katapult, als Startvorrichtung für Messkapseln in Richtung Orbit, Upcycling Lampen, einen “Schnurrsessel”, verschiedene Maker Fahrzeuge und einige Jugend forscht Projekte im Gepäck. Neben einigen kleineren Mitmachaktionen wollen sie mit den Besuchern der Maker Faire eine riesengroße Kugelbahn aus Schaschlikspießen bauen. 

Auf die Frage, wie es in den nächsten Jahren weitergehen soll, antwortete Sommer, dass der ARTandTECH.space ein cooler Platz für alle – auch abseits der Berufsschule – werden soll. Möglichst viele Menschen aus der Region und auch über die Grenzen hinaus sollen den Ort und seine Funktion kennen. Jeder, der Lust hat, seine Projekte zu verwirklichen und mitzumachen, ist herzlich willkommen. 

Makerspaces auf der Maker Faire: Anzahl der Maker-Treffpunkte wächst

Die Anzahl der Makerspaces wächst stetig. Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits über 300 Orte, an denen Maker sich treffen und gemeinsam Wissen sowie Werkzeuge teilen, Tendenz steigend. Mittlerweile werden Makerspaces in Schulen, Bibliotheken oder Museen integriert, auch Unternehmen richten Makerspaces ein. Etliche dieser Initiativen präsentieren sich jetzt am 10. und 11. September auf der Maker Faire Hannover im HCC.

Ein Makerspace ist eine für alle Interessierten offene Werkstatt mit preiswertem und flexiblem Zugang zu technologisch hochwertigen digitalen, aber auch analogen Werkzeugen wie 3D-Drucker, CNC-Fräse oder Lötkolben. Manchmal heißt diese offene Werkstatt auch Fablab, Hackerspace oder Reparatur-Café. All diese Initiativen haben ein Ziel: Sie verstehen sich als Orte zum selbstständigen Experimentieren, Basteln oder auch zum Prototyping für angehende Start-ups. Ihr Ziel ist: Die Vernetzung untereinander zu fördern. Dabei spielen der Austausch und das Voneinanderlernen, die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten und das interdisziplinäre Arbeiten eine große Rolle.

Initiativen auf der Maker Faire Hannover

Auf der Maker Faire Hannover präsentieren sich einige dieser Treffpunkte, unter anderem das Leine Lab Hannover und die BremerMaker aus dem Norden, die Stadtfabrikanten e.V. FabLab Chemnitz aus dem Osten, das Makerspace Minden und Code for Heilbronn aus dem Südwesten sowie das FabLab München e.V. aus dem Süden Deutschlands. Aber auch die Maker aus der Hauptstadt, die Berlin Creators, sind mit von der Partie. „Da sich die Maker Faire als Community-Veranstaltung versteht, ist für Makerspaces eine Teilnahme fast Pflicht. Die Vereine und Initiativen nutzen Plattformen wie die Maker Faire oftmals dazu, sich als Gemeinschaft mit den Projekten aus dem Space zu präsentieren, aber auch, um neue Mitglieder zu gewinnen“, erklärt Kristina Fischer vom Maker-Faire-Orgateam und ergänzt: „Wir freuen uns auf alte Bekannte und viele neue Gesichter wie etwa auf die Maker vom Protohaus aus Braunschweig , die zum ersten Mal auf der Maker Faire vertreten sind und wie alle anderen ein buntes Programm und viele Mitmachaktionen aus ihrer Werkstatt mitbringen.“

Makerspace gesucht? Diese Karte hilft weiter

Um sich einen Überblick über die verschiedenen Makerspaces zu verschaffen, hat das Make-Magazin alle Treffpunkte in einer interaktiven Karte zusammengefasst. Mit Klick auf den Ort gelangt man zur Webseite des jeweiligen Makerspaces. „Hier findet man Hilfe beim Selbstbau, Kontakt zu anderen Makern, Zugang zu 3D-Drucker, Lasercutter oder anderen Maschinen. Fehlt ein Ort, freuen wir uns über Hinweise zur laufenden Ergänzung der Karte,“ sagt Kristina Fischer. Auf einem Formular unterhalb der Karte können sich neue Makerspaces anmelden.

Maker Portrait: Bierbrauen im Verein

Gerade erst haben sie ihr 100. Mitglied aufgenommen: Der Hobbybrauer Hannover e.V. ist ein Verein von Bierliebhabern, die seit fünf Jahren zig verschiedene Biere selbst brauen.

Von Pils über Pale Ale bis zum Doppelbock – der Kreativität beim Erfinden neuer Biersorten sind keine Grenzen gesetzt. Das Alter der Mitglieder reicht von Mitte 20 bis hinein ins Rentenalter und nicht jedes Mitglied braut auch selbst, aber alle verbindet das Interesse am Bier. Regelmäßig probieren die Hobbybrauer bei Stammtischen neue Biersorten, tauschen sich über Rezepte aus und laden zum Nachmachen ein. In der Corona-Zeit fanden auch die Treffen digital statt.

Zur Weihnachtszeit gab es einen Adventskalender im 24 x 0,33l-Kasten, so dass jeden Tag ein anderes Bier in einer gemeinsamen Online-Session verkostet wurde. “Alle selbstgebrauten Biere sind limitiert und nur an einigen Terminen im Jahr auf verschiedenen Veranstaltungen erhältlich”, erklärt die Vorstandsvorsitzende Anita Hiller. Der Verein ist dieses Jahr das erste Mal auf der Maker Faire und hofft, einen guten Einblick in das Brauereihandwerk geben zu können. „Natürlich würden wir uns auch über neue Mitglieder freuen“, sagt Anita Hiller.  

Auf der Veranstaltung können sich Besucherinnen und Besucher über das Brauen informieren, typisches „Brauerei-Equipment“ ansehen, sich beim „Schaubrauen“ den Brauprozess angucken oder an einem Vortrag über Kreislaufwirtschaft mit dem Schwerpunkt Treber teilnehmen. Wer keinen Alkohol mag, kann sich im Gemeinschaftsprojekt der Hobbybrauer und der Uni Hannover ansehen, wie alkoholfreies Bier gebraut wird.  

In der Zukunft möchte der Verein einen Vereinssitz finden, an dem fleißig gemeinsam gebraut werden kann, wer einen Tipp hat, kann sich gern melden. “Auch wenn wir weiterwachsen und die Produkte an Beliebtheit gewinnen, wollen wir nicht für gewerbliche Zwecke produzieren, wir sind und bleiben Hobbyisten.”, unterstreicht Hiller. Auf Instagram und Facebook unter „HobbybrauerHannover“ kann man den Verein und ihre Projekte verfolgen.