Autor: Kristina Fischer

Workshop: varikabi Steckbausätze – ein spielerischer Einstieg in die Welt der Elektronik

Sie sind schon fast ein kleiner Haustier-Ersatz: Die kleinen Roboter-Tiere von Variobot sehen nicht nur niedlich aus, sondern verblüffen auch mit insgesamt 12 Funktionen:

  • Hinderniserkennung und überraschende Fahrmanöver
  • Stoppt oder beschleunigt bei Hindernissen, Licht oder Schatten
  • Reagiert durch patentierte Sensorik sensibel auf sein Umfeld
  • Folgt Licht, Linien, Gegenständen oder deiner Hand

In unserem Live-Workshop hilft Tino von Variobot euch beim Aufbau der tollen Steckroboter, zeigt euch eine Auswahl der Funktionen und erklärt, wie die Funktionsweise überhaupt zustande kommt.

Euch stehen zwei optisch unterschiedliche Bausätze zur Auswahl:

  • Samstag, 18.07. von 11-13 Uhr: gebaut wird der „Käfer
  • Donnerstag, 06.08. von 16-18 Uhr: gebaut wird der „Hund

Sucht euch jetzt einen Termin aus und sichert euch einen tollen Lerntag für die ganze Familie.

Nokolino

Workshop: Erschaffe ein sprechendes Kuschelmonster

So süß und frech –  da kann niemand widerstehen! 

Baut gemeinsam im Online-Bauset-Workshop mit Nikolai euer eigenes Nokolino-Monster!

In diesem Workshop lernt ihr unter anderem, wie man mit dem Lötkolben richtig hantiert. Außerdem lernt ihr, einen ATtiny mithilfe eines Arduinos zu programmieren, wie man ein MP3-Modul zum sprechen bringt und wie man anschließend das ganze an der Stromversorgung anschließen muss. Anschließend könnt ihr aus den Stoffvorlagen, die im Paket enthalten sind ein niedliches (oder auch grimmiges, je nach Lust und Laune) selber nähen. Mehr vielseitige Maker-Erfahrung innerhalb so kurzer Zeit ist fast unmöglich. 

Das beste an dem Set: Ihr müsst nicht einmal Werkzeug kaufen, weil das Zubehör ebenfalls mitgeliefert wird. Zwei Klicks und ihr seid für eine perfekte Workshoperfahrung mit charmantem Spaß und Lerngarantie gewappnet. Hier ist Spaß für die gesamte Familie gesichert. Falls das immer noch nicht reicht: Ihr könnt Nokolino sogar mit eurer eigenen Stimme bespielen und witzige Grüße an eure Liebsten damit ausrichten – besonders zu Corona-Zeiten ein tolles Highlight.

Holt euch ein wenig Maker Faire nach Hause und legt jetzt los. Zur Auswahl stehen folgende Termine:

  • Donnerstag, 23.07.2020, 17:00 – 19:00 Uhr
  • Sonntag, 09.08.2020, 11:00-13:00 Uhr

Kauft euch jetzt euer Ticket und vergesst nicht, den Bausatz Nokolino mit dazu zu bestellen.

Workshop: Baut euch eure eigene Wordclock selbst!

Es wird Zeit für eine neue Wanduhr, aber ihr könnt keine Zahlen mehr sehen? Mit unserem Online-Wordclock-Workshop könnt ihr das neue It-Piece für eure Wohnung ganz einfach selbst bauen – eine Uhr, die euch die Zeit in Wörtern anzeigt. Die Anzeige besteht aus LEDs, die die Farbe in verschiedenen Modis ändern können und gesteuert wird alles über WLAN

Ihr bekommt ein komplettes Bauset für die Wordclock nach Hause geschickt. Das Set baut ihr gemeinsam mit Frithjof von build-yours, der euch live vor der Kamera jeden einzelnen Schritt zeigt, auf. Wie bei einem Webinar könnt ihr Fragen über den Chat stellen und bekommt direktes Feedback.

Ihr lernt, mit dem Lötkolben richtig umzugehen, bastelt gemeinsam das Gehäuse der Uhr und lernt und wie das ganze System mit den LED-Anzeigen, WLAN und Co. überhaupt funktioniert.

Ihr seid aber eigentlich Anfänger und habt noch keine wirkliche Erfahrung in dem Umgang mit dem Lötkolben? Überhaupt kein Problem. Der Kurs ist speziell für Einsteiger konzipiert und bringt euch so nicht nur Spaß sondern auch gleich einen großen Lernerfolg. Perfekt für ein paar tolle Bastelstunden zu Hause.

Weiter zum Wordclock-Workshop

 

Die neue Make: Ausgabe – Mit alten Fernsehern Zugang zu Netflix und Prime bekommen

Mit einer preiswerten App wird jedes Tablet oder Smartphone zur Bedienoberfläche für eigene Hardware. Das Make-Magazin stellt in seiner aktuellen Ausgabe 3/2020 einen drahtlosen Waschmaschinen- oder Trockner-Melder vor, mit dem man sich unnötige Kontrollbesuche in der Waschküche sparen kann.

Wäsche mal wieder in Waschmaschine oder Trockner vergessen? Ein bekanntes Problem, das nicht nur in Studenten-WGs auftritt. Abhilfe leistet hier der Einplatinenrechner ESP8266, unterstützt von einem A/D-Wandler und einer Handvoll Sensoren. Ist die Wäsche fertig, gibt es über das Handy eine Meldung und im Notfall auch einen Hochwasser-Alarm.

In der aktuellen Make-Ausgabe gibt es zusätzlich zur Anleitung des Waschmaschinen-Monitors noch ein weiteres Smart-Home-Projekt: Mit einem Raspberry Pi und einem Arduino kann man eine netzwerkfähige Außenkamera ohne Cloud steuern, etwa wenn man seine Schildkröte im heimischen Außengehege stets im Blick behalten will. Außerdem zeigt die Make-Redaktion, wie man mit einem RasPi 4 seinen alten Fernseher zum Smart-TV ausbauen kann, um dann Zugang zu Prime und Netflix zu bekommen.

Ab sofort am Kiosk und im heise Shop.

7 Tage, 7 Projekte – das Maker Online Camp

Eine Veranstaltung mit vielen Menschen ist derzeit nicht möglich, Ausprobieren und Selbermachen muss deshalb aber keine Pause machen!

Wir rufen für euch eine neue, digitale Veranstaltungsreihe ins Leben: Maker Faire Workshops. In unserer Projektwoche könnt ihr unter dem Motto: „7 Tage – 7 Projekte“ jeden Tag ein tolles, neues Projekt nachbauen. Jeden Nachmittag, in der Woche vom  (ACHTUNG, Termin verschoben) neu: 27. Juli bis 2. August, finden von 16:00 bis ca. 18:00 Uhr Live-Workshops im Streaming statt. Täglich erklären die Workshopleiter Schritt für Schritt ein neues DIY-Projekt, für Rückfragen gibt es eine Chatfunktion. Ihr lernt, wie ein Roboter mit Wasserkraft bewegt werden kann, wie das Maker Faire Maskottchen Makey gelötet wird, wie ihr Masken ohne Nähmaschine nähen könnt, alte Zeitungen in einzigartige Designerstücke zu verwandeln, Handyhüllen mit Heißkleber selbst zu gestalten und Handlettering, die Kunst des schönen Schreibens. Das tollste ist, dass ihr nicht viel Material benötigt, um die Projekte umzusetzen.

Vorab gibt es einen Materialliste, damit ihr im Livestream sofort loslegen könnt.

Tickets zur Teilnahme könnt ihr hier erwerben. Für den Wochenpass für 50,- Euro, gibt es im Anschluss ein Zertifikat als „Nachwuchs-Maker“, die Bezahlung erfolgt über PayPal.

Zum Start haben wir die Teilnehmerplätze auf 150 limitiert, daher zögert nicht lange sondern sichert euch einen der begehrten Plätze. Pro Ticket kann ein Zugang erworben werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Selbermachen!

Erste weltweite virtuelle Maker Faire am 23. Mai

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden nahezu alle Maker Faires in 2020 abgesagt. Darunter nun auch die achte Maker Faire Hannover, die vom 12. bis 13. September im HCC geplant war. Statt von Angesicht zu Angesicht treffen sich die Maker jetzt online. Das US-Maker-Faire-Team organisiert am 23. Mai ein 24-Stunden-Event, bei dem die Macher aus aller Welt ihre Ideen virtuell vorstellen können. Im Fokus stehen dabei die Covid19-Projekte, aber auch andere Projekte aus der Maker-Welt sind herzlich willkommen.

Deutschlands größtes DIY-Festival, das sich in Niedersachsens Hauptstadt in den vergangenen Jahren zu einem Publikumsmagneten für die ganze Familie entwickelt hat, wurde auf den 11. und 12. September 2021 verschoben. Leider werden wir die Maker Faire Hannover in der aktuellen Situation nicht wie geplant durchführen können. Somit haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, die Veranstaltung in diesem Jahr auszusetzen.

Drucken gegen Corona
Mit ihren unkonventionellen Erfindungen machen die Makerinnen und Maker gerade in der Corona-Zeit von sich reden. In Deutschland ist das beispielsweise die Initiative „Maker vs. Virus“. Hier haben sich etliche Maker und Fablabs zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen und ihre Ressourcen besser zu organisieren – etwa bei der 3D-Druck-Fertigung von Gesichtsschutzmasken, den sogenannten Face Shields. Im Rahmen des WirvsVirus-Hackathons von der Bundesregierung hat ein interdisziplinäres Maker-Team sogar ein komplettes Beatmungsgerät als Prototyp entwickelt.

Maker-Spirit im Netz erleben
Diese Covid19-Projekte sowie alle anderen Maker-Projekte können bei der ersten virtuellen Maker Faire, die am Samstag, den 23. Mai, als 24-Stunden-Event weltweit in allen Zeitzonen vom US-Maker Faire-Team organisiert wird, präsentiert werden. Der Bildschirm als Bühne für die einfallsreichen Konzepte und ihre Macher. Auch das deutsche Maker Media-Team beteiligt sich an der digitalen Show. Weitere Infos gibt es hierzu unter: makerfaire.com.

Seid auch ihr dabei und vertretet Deutschland in der weltweiten Maker-Community! Ihr könnt eure Projekte präsentieren, einen virtuellen Workshop geben, einen Vortrag halten oder eine Paneldiskussion mit anderen Makern veranstalten – in welcher Sprache ihr das machen wollt, ist übrigens egal. Wenn ihr Ideen habt, aber noch Hilfe bei der Umsetzung benötigt, meldet euch gerne bei uns. Eure Ideen könnt ihr direkt auf der Homepage des US-Maker Faire-Teams anmelden: https://makerfaire.com/virtually-maker-faire-call-2020-for-makers/

Maker Faire Hannover – Rückerstattung Tickets

Bereits gekaufte Tickets für die Maker Faire Hannover werden inkl. der bezahlten Gebühren voll erstattet. Das funktioniert automatisch, ohne Nachfrage

 

 

21 Make-Projekte für Kinder

Für Kinder, aber kein Kinderkram: In unserem digitalen Sonderheft „Make Family – kreativ mit Kids“ gibt es 21 Projekte aus vier Jahren Make Family.

Vom Bürstenroboter bis zur sprechenden Spardose zeigen wir seit 2016 in der beliebten Rubrik Make Family familientaugliche Maker-Projekte. Jetzt haben wir alle Anleitungen der letzten vier Jahre zu einem digitalen Sonderheft mit 21 Artikeln auf über 200 Seiten zusammengefasst. Alle Projekte sind für Familien die gemeinsam basteln und lernen geeignet – genauso wie für Schulklassen, die sich an Themen wie Elektronik, Robotik und Mikrocontroller herantasten. Von Zwillen und Raketen über Lego-Stop-Motion-Filme bis zu spannenden Programmierprojekten mit Scratch, Raspberry Pi und Calliope.

Unsere Anleitung zum Bürstenroboter bauen ist die perfekte Basis, um bei Kindern die Begeisterung für Roboter zu entfachen. Sie sind mit wenig Materialien schnell gebastelt, preiswert und können individuell verkleidet werden. Schwupps, schon ruckeln und zuckeln die Bürstenroboter über den Küchentisch. Mit mehreren Exemplaren kann man spannende Roboterturniere austragen.

Noch gar nicht so alt, aber schon ein Klassiker: Der Calliope Mini. Mit ihm können schon Grundschüler den Umgang mit Mikrocontrollern lernen. Im Sonderheft gibt es eine ausführliche Einführung in die Funktionsweise und zwei coole Übungsprojekte: Mit der Bluetooth-Funkfunktion des Calliope mini können kleine Bastler ihren Freundinnen und Freunden verschlüsselte Nachrichten senden. Oder sie nähen einen interaktiven Turnbeutel und bauen selbst einen Textilschalter, um kleine Animationen oder Lichteffekte einzuschalten.

Wenn der Nachwuchs bereits erste Erfahrungen mit Elektronik und Programmierung gesammelt hat, kann es an die anspruchsvolleren Projekte gehen: Zum Beispiel einer selbstgebauten Kasse für den Kinderladen. Unverwüstlich aus Holz und dank Raspberry mit vielen interessanten Funktionen wie Scanner und Display ausgestattet. Die Abfrage von Tastern am Raspberry Pi programmieren die Nachwuchshacker mit Hilfe von Python. Die coolste Funktion ist allerdings, dass man dank Raspberry Pi auch QR-Codes von Holzobst und Häkelgemüse an der Ladenkasse einscannen kann.

Und wer hätte gedacht, dass man beim Weihnachtsbasteln so viel über Elektronik lernen kann? Mit unserer Anleitung bastelt man Weihnachtssterne aus Brottüten und beleuchtet sie mit LEDs – und lernt dabei ganz spielerisch was kompliziertes: Wie berechnet man eigentlich Vorwiderstände für LEDs?

Immer wieder gibt es Kinder, denen man nur noch staunend beim programmieren, löten und werkeln zusehen kann. Und wenn sie um Hilfe bitten, muss man zugeben: „Das kannst du schon viel besser als ich.“ Aber Kinderprojekt heißt nicht gleich kinderleicht! Mit unserer Anleitung für Luftkissenboote kann man auch den technikbegeistertsten Kindern und Jugendlichen noch eine Herausforderung bieten. Die Boote hovern mithilfe eines Quadrocopter-Triebwerks über den Boden. Dabei kommt nicht nur 3D-Druck zum Einsatz, die jungen Maker lernen auch etwas über Motorsteuerung.

Oder wie wäre es mal mit einem ganz anderen Projekt? Filme machen! Wir zeigen im Sonderheft, wie man Stop-Motion-Animationen mit Lego selbst dreht und den großen Drehtag perfekt vorbereitet. Dabei beantworten wir Fragen wie: Welche Beleuchtungstechnik gibt es? Welche Kameraeinstellung ist richtig? Und wie bringe ich die Legofiguren in Bewegung? Und wenn der Nachwuchs sich damit immer noch langweilt, erklären wir im Sonderheft, wie man einen großen Makeathon für Kinder selbst ausrichten kann.

Ab sofort können Sie das Sonderheft „Make Family – kreativ mit Kids“ im Heise Shop als PDF-Ausgabe für 4,90 Euro erwerben. Viel Spaß beim Tüfteln!

(rehu)

Make-Magazin: Autonome Gewächshäuser und Gießautomaten

Zimmerpflanzen, die sich selbst gießen – dank Arduino-betriebenen Gewächshaus und Gießautomat ist das keine Zukunftsvision. Smart-Home-Lösungen, die Feuchtigkeit messen und regulieren, kann jeder Maker selbst programmieren. Mit oder ohne grünen Daumen.

In der aktuellen Ausgabe 2/20 beschreibt das Make-Magazin, wie man für rund 30,- Euro einen Blumenkasten zu einem automatisierten Pflanzengießer umrüstet. Wer Zeit und Lust auf ein größeres Projekt hat, findet auch die Anleitung und Inspiration für ein autonomes Miniatur-Gewächshaus. Aus einem IKEA-Grundgerüst entsteht dank Arduino, Sensoren und LC-Displays ein smartes Gewächshaus, das selbstständig Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtungsdauer und Bodenfeuchtigkeit inklusive Bewässerung reguliert.

Darüber hinaus zeigt Make, wie man sich die perfekte HiFi-Box selbst zusammenbaut und präsentiert viele DIY-Projekte gegen die Langeweile in der Corona-Zeit.

Das Magazin ist ab sofort für 10,90 Euro im Zeitschriftenhandel und im heise shop erhältlich.

Maker Media wünscht frohe Ostern!

Die Maker Media GmbH wünscht allen ein schönes Osterfest. Die Zeiten sind gerade besonders und nichts ist so wie sonst – auch große Familienfeiern fallen derzeit aufgrund der Coronakrise leider aus.

Doch lasst euch davon nicht unterkriegen und macht euch dennoch eine schöne Zeit – so gut es eben geht.

  • Lernt etwas neues – oder legt euch einfach mal ins Gras und genießt die Natur
  • Baut etwas kreatives – oder entspannt einfach mal mit einem Buch in der Hand
  • Bewegt euch und macht Sport – oder bleibt einfach mal den ganzen Tag im Schlafanzug

Alles kann – nichts muss! Das wichtige ist, dass es euch gut geht.

Und für die, deren Tatendrang nie groß genug sein kann: meldet euch bis zum 5. Juli als Maker für die Maker Faire Hannover an. Am 12. und 13. September geben wir euch die Möglichkeit, eure Projekte die ihr gerade baut anderen kostenfrei zu präsentieren – also nicht lange zögern sondern schnell anmelden. Zum Call for Makers

Um die Vorfreude zu erhöhen könnt ihr euch außerdem Tickets für die Maker Faire Hannover zu 30% Rabatt sichern. Die Tickets erhaltet ihr per Mail und könnt sie so auch schnell und einfach als kleinen Ostergruß an eure Liebsten versenden.

Übrigens: Das tolle Makey-Ei auf unserem Osterbild kommt von Sylke Wilde, unserer Pressereferentin  

 

 

Werkstattberichte: Neues aus den Fablabs und der Makerszene in Zeiten von Corona

Wo entstehen neue Makerspaces, welche Termine stehen an und was ist los in den Fablabs? Die Werkstattberichte in Zeiten der Pandemie.

Abgesagt, geschlossen, verschoben – seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie mussten die Fablabs und Hackerspaces ihre physischen Räume oft schließen und viele Veranstaltungen absagen. Doch der Austausch ist damit nicht völlig zum Erliegen gekommen. Viele Werkstätten lassen zwar keine Besucherinnen und Besucher mehr herein, gerade die 3D-Drucker arbeiten aber auf Hochtouren. So rief etwa das Kasseler Hammertime mit MakersVsVirus eine Webseite ins Leben, auf der Organisationen in Not mehr über Produktionshubs in ihrer Nähe erfahren können.

Auch das Wiener Happylab koordiniert die Herstellung von sogenannten Faceshields und bietet seinen Mitgliedern zusätzlich einen Auftragsservice an. Gefräste oder gedruckte Teile werden dabei vor die Haustür geliefert. Im Materiallager Pankow gibt es ab morgen einmal pro Woche eine begrenzte Öffnungszeit, bei der bestellte Materialien abgeholt werden können (etwa für die Herstellung von Gesichtsmasken), und die Kabutze Greifswald leiht ihre Nähmaschinen aus.

Viele Makerspaces bieten inzwischen verschiedene Online-Formate an, damit ihre Mitglieder sich austauschen oder ihre Projekte vorstellen können. Nach dem Vorbild der Sendung „Show and Tell“ von Hardwarehersteller Adafruit zeigten etwa einige der „Freien Maker“ ihre aktuellen Arbeiten auf YouTube. Die donnerstäglichen Open Lab Nights gibt es nun ebenfalls auf YouTube. Videostream statt Sitzrunde geht auch bei anderen Formaten: So verlegte der Erfurter Bytespeicher seinen Vortrag zu den Hacking-Wettbewerben „Capture The Flag“ einfach auf einen Jitsi-Videostream und der Makerspace Rheinfelden streamte einen Osterschmuck-Workshop über Twitch. Die Roberta-Initiative bietet morgen eine Online-Sprechstunde rund um das Open Roberta Lab an.

Sogar das Hackathon-Format „Jugend hackt“ zog Ende März in Netz. In drei Gruppen programmierten die Jugendlichen zusammen Software-Prototypen, etwa für eine Online-Klausurlösung. Dieses Wochenende wird im Jugend hackt Lab im Ulmer Verschwörhaus in einer virtuellen Welt programmiert. Andere Hackerspaces, wie der Kasseler Flipdot, haben ihre Räume von der Küche bis zur Sofaecke virtuell abgebildet und laden Interessierte zum Chat ein. Worauf beim Umzug in den Remote-Hackerspace zu achten ist, hat der Hacksaar zusammengetragen.

In Zukunft könnten selbst Repair Cafés ihre Treffen online abhalten. Das Otelo Linz hat sich bereits in einer Videokonferenz getroffen, die auch über Facebook übertragen wurde und Möglichkeiten für das Reparieren über die Distanz ausgelotet. Morgen beginnt das Wildauer Vinnlab mit Upcycling-DIY-Workshops, die über einen virtuellen Kursraum gemeinsam gestaltet werden. Ebenfalls ums Reparieren ging es am Wochenende in der Sendung Netzbasteln im Deutschland Nova – mit ganz vielen Tipps auf ältere Ausgaben.

Wir sind Eure Erfahrungen beim Umstieg auf virtuelle Treffen? Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen

Ein Artikel von Helga Hansen