Autor: Sylke Wilde

Burn&Learn: Maker Faire Hannover erstmals mit Laser-Konferenz

Am 15. August 2026 startet auf der Maker Faire Hannover die Burn&Learn, eine Fachkonferenz für die wachsende Laser-Community. Lasercutter erobern derzeit Werkstätten, Makerspaces und kleine Betriebe.

Initiator ist Melvin Isken, Betreiber des Diode Laser Wiki mit rund 15.000 monatlichen Nutzern. Er sieht großen Informationsbedarf in der stark zersplitterten Szene: „Wer heute einen Lasercutter kauft, ist schnell überfordert – die Community hat das Wissen, es fehlte nur der Ort zum Austausch.“ Während es in den USA große Treffen gibt, soll die Burn&Learn nun erstmals eine europäische Plattform bieten.

„Die Laser-Szene ist ein Teil der großen Maker-Community, keine isolierte Gruppe”, betont Daniel Rohlfing von Maker Media. Deshalb finde die Burn&Learn bewusst auf der Maker Faire statt. „Durch das Wachstum in den letzten Jahren ist der Bedarf für gezielten Austausch stark gewachsen, gleichzeitig soll die Verbindung zur restlichen Maker-Community keinesfalls vernachlässigt werden.”

Die auf 100 Teilnehmende limitierte Konferenz findet am 15. August von 11 bis 16 Uhr im HCC Hannover statt, parallel zur Maker Faire (15./16. August 2026). Beiträge für Laser-Konferenz und Wissenshub können bis Ende April eingereicht werden.

ESP32-Energiemonitor für Balkonkraftwerke

Ein selbstgebauter Energiemonitor auf ESP32-Basis erfasst und visualisiert Stromverbrauch und -produktion im Haushalt. Das von Make (Ausgabe 1/2026) vorgestellte Projekt besteht aus einem Transmitter am Stromzähler und einem Receiver mit Display, der Echtzeitdaten, den Verlauf der letzten zwei Stunden sowie eine SD-Karten-Aufzeichnung bietet.

Die Montage erfolgt berührungslos über einen optischen Lesekopf. So lassen sich Einsparpotenziale erkennen und Balkonkraftwerke optimieren.

Eine Bauanleitung mit Code ist verfügbar; die Materialkosten liegen bei rund 70 Euro. Das System eignet sich für Privatnutzer ebenso wie für PV-Installateure und Energieberater.

Meshtastic: Chatten ohne Netz

Das DIY-Magazin Make stellt in seiner aktuellen Ausgabe mit Meshtastic ein offenes Funksystem vor, das Kommunikation ohne Mobilfunk und Internet ermöglicht. Mit günstiger Hardware, kostenloser Software und LoRa-Funktechnik lassen sich verschlüsselte Nachrichten über mehrere Kilometer senden – ideal für Notfälle und Outdoor-Aktivitäten.

Der Aufbau ist einfach: Software per Web-Tool installieren, Verbindung über App einrichten. Geräte ab 30 Euro fungieren als Sender, Empfänger und Verstärker. Da das freie 868-MHz-Band genutzt wird, ist keine Lizenz nötig; allerdings ist die Sendezeit auf 36 Sekunden pro Stunde begrenzt.

Außerdem lernst du, wie du die Oxocard ohne NanoPy verwenden und damit eigene IoT-Projekte umsetzen sowie spielerisch Coden lernen kannst. Doch damit nicht genug: Die Hardware lässt sich auch mit Arduino-C und CircuitPython programmieren. Davon profitieren sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene. Denn für beide Alternativen gibt es eine Fülle an Projekten, Anleitungen, Bibliotheken und nicht zuletzt jeweils eine große Community mit umfangreichem Know-how. Solltest du den Verdacht auf Radon im Keller haben, findest du hilfreiche Tipps zum Aufspüren und auch weitere Projekte rund um das eigene Haus werden dir vorgestellt. Sei es eine Wetterstation mit Shelly, Matter fürs Smart Home oder ein Radar für die Grundstücksauffahrt. Ab sofort erhältlich.

Make-Sonderheft zeigt Ikea-Hacks für Heimwerker

Das DIY-Magazin Make widmet sich in einem neuen Sonderheft erstmals dem Thema Ikea-Hacks. Ein besonderes Highlight ist die Verwandlung des Servierwagens Bror in eine mobile Werkbank. Mit einer Investition von 200 bis 250 Euro und zwei bis drei Stunden Arbeitszeit entsteht ein vielseitiger Werkstattwagen.

Der umgebaute Servierwagen bietet auf 85 mal 55 Zentimetern eine robuste Arbeitsfläche. „In Kombination mit flachen Boxen oder Besteckkästen entstehen praktische Schubladen für Werkzeuge wie Zwingen, Zangen oder Lineale“, erläutert Akos Fodor, leitender Redakteur beim Make-Magazin. Filzauflagen sorgen für leichtgängige Schubladen.

Zusätzliche Klappkonsolen und eine Multiplexplatte erweitern die Arbeitsfläche. Durch Bohrungen lassen sich Tischklemmen zum Einspannen von Werkstücken anbringen. Fodor weist jedoch darauf hin: „Als Hobelbank oder für schwere Handsägearbeiten ist die Haltekraft der Rollen nicht ausreichend.“

Das Sonderheft stellt weitere kreative Umbauten vor: Eine Kunststoffbox wird zum USB-Gamecontroller, das Ivar-Regal zur platzsparenden Arbeitsecke. Sogar die blaue Ikea-Tragetasche erhält durch einfache Modifikationen eine Verstärkung und einen Regenschutz.

Elektrik im Camper: sicher nach VDE

Immer mehr Menschen entdecken Camping für sich und bauen ihr Wohnmobil selbst aus. Doch bei der 230-Volt-Installation ist besondere Vorsicht geboten. In der neuen Make-Ausgabe 05/2025 erfährt man, wie die Bordstromversorgung sicher und normgerecht umgesetzt wird – inklusive Bauanleitung für eine praktische Umschaltbox.

„Die Elektroinstallation in Wohnmobilen muss besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen“, erklärt Make-Redakteur Carsten Wartmann. Dazu gehören etwa Schutzvorrichtungen gegen Stromschläge, die richtige Absicherung aller Stromkreise und eine sichere Verbindung aller Metallteile mit der Erdung.

Besonderes Highlight: eine selbst entwickelte Umschaltbox, die automatisch dafür sorgt, dass beim Wechsel zwischen Campingplatz-Strom und Bordbatterie alles korrekt geschaltet wird. Kontrollleuchten zeigen den Status an, die Baugröße ist kompakt (etwa wie eine Butterdose) und die Herstellungskosten liegen zwischen 50 und 80 Euro.

Der Beitrag enthält eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung. Da es um Netzstrom geht, dürfen solche Arbeiten allerdings nur von Elektrofachkräften oder unter deren Aufsicht ausgeführt werden.

Maker Faire Hannover 2025: Was für ein Fest!

Die elfte Maker Faire Hannover war ein voller Erfolg! Trotz – oder vielleicht sogar wegen – des eher kühlen Augustwetters strömten am Wochenende 19.200 Teilnehmende ins HCC. Damit konnten wir die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr von 15.800 um mehr als 20 Prozent steigern.

Lange Schlangen am Samstag, volle Hallen und ein lebendiger Sonntag – die Stimmung war durchweg großartig. Zufriedene Ausstellerinnen und Aussteller trafen auf ein begeistertes Publikum, das mit vielen Ideen, Inspirationen und selbstgebauten Projekten nach Hause ging.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die dieses Event möglich gemacht haben: die unermüdlichen Volunteers, die engagierten Kolleginnen und Kollegen, unsere Sponsoren und natürlich die fantastische Maker-Community. Eure Kreativität und Leidenschaft lassen die Maker Faire immer wieder zu etwas ganz Besonderem werden.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Auflage: 15. & 16. August 2026 – wieder im HCC!
Kommt gut nach Hause – und bis bald!

Regionspräsident Steffen Krach eröffnet die Maker Faire

Prominente Unterstützung erhält die Maker Faire durch Hannovers Regionspräsident Steffen Krach. In seinem Grußwort hebt er den besonderen Charakter der Veranstaltung hervor. Die Maker Faire sei ein Ort, „in dem nicht nur gedacht, sondern gemacht wird“ – ein Raum, in dem sich Schüler, Start-ups und Unternehmer begegnen, voneinander lernen und gemeinsam gestalten. Mit dem Motto „Wo Ideen tanzen und Technik begeistert“ bringt die Maker Faire Hannover genau das auf den Punkt: Die Veranstaltung ist ein Ort für Begeisterung, Austausch und Zukunftsmut.

Steffen Krach wird die Veranstaltung am 23. August um 10 Uhr eröffnen.

Sein vollständiges Grußwort ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=aR8juX-Hp1U

Foto (c) Philipp Schroeder

Maker zeigen geniale Projekte

Am 23. und 24. August 2025 kann es endlich losgehen! Rund 30 Prozent der Aussteller sind neu dabei und bringen faszinierende Einblicke mit!

Freut Euch auf spannende neue Projekte wie:

  • Die Aflowerbox – eine 3D-gedruckte Musikbox zum Selberbauen
  • Ein 3D-Schokodrucker, der süße Technikträume wahr macht
  • AniMate – ein System für Stop-Motion-Filme mit programmierbaren Lichteffekten
  • KI-gesteuerte Vogelhäuser
  • Elektro-Golf 2 – zeigt, wie nachhaltige Mobilität auch mit klassischen Fahrzeugen möglich ist
  • Amalettomat“ – eine vollautomatische Crêpe-Maschine, die selbstständig Crêpes herstellt
  • HoloDeck – ein Augmented-Reality-Erlebnis, in dem z. B. Moleküle dreidimensional dargestellt werden.

Tickets gibt’s wie gewohnt im Onlineshop  unter  https://pretix.eu/makerfaire/mfh25/ oder direkt an der Tageskasse – ausschließlich bargeldlos.

Bundesministerin Dorothee Bär übernimmt Schirmherrschaft für die Maker Faire Hannover 2025

Die Maker Faire Hannover 2025 erhält hochrangige Unterstützung: Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, übernimmt die Schirmherrschaft für die Maker Faire am 23. und 24. August 2025.

Die Maker Faire steht für herausragenden deutschen Innovationsgeist, gerade in den Schlüsseltechnologien wie Robotik, KI, Produktionstechnologien, Quantentechnologien, Mikroelektronik, aber auch Materialwissenschaften und Physik, die auch wir im neu aufgestellten Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt verstärkt im Fokus haben. Daher freue ich mich sehr, die Schirmherrschaft über diese herausragende Veranstaltung übernehmen zu dürfen“, so Bundesministerin Bär.

Dieses Zitat bringt auf den Punkt, was die Maker Faire auszeichnet: Tüfteln, Teilen, Begeistern – und mit Technologie aktiv die Zukunft gestalten.

Mit ihrer Schirmherrschaft würdigt die Ministerin das Engagement der Maker-Community, die mit Offenheit, Neugier und technischem Know-how neue Wege geht – und dabei Menschen aller Altersgruppen inspiriert. Ob Robotik, 3D-Druck, Upcycling oder Programmieren – auf der Maker Faire treffen Erfindergeist und Praxis aufeinander.

Raspberry-Pi-Erfinder Eben Upton kommt zur Maker Faire Hannover

Er hat die Bastelwelt revolutioniert – jetzt kommt er persönlich zur Maker Faire Hannover: Eben Upton, der Erfinder des Raspberry Pi, wird am 23. und 24. August 2025 im Wissenshub auftreten und die Geschichte hinter dem weltweit erfolgreichen Mini-Computer erzählen.  

Was 2012 als Bildungsprojekt in einer britischen Garage begann, hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt: Der Raspberry Pi verkauft sich heute über 200.000 Mal pro Woche und ist aus Makerspaces, Schulen und Hobbykellern nicht mehr wegzudenken. Mit seinem günstigen Preis, der einfachen Bedienung und den vielseitigen Anschlussmöglichkeiten hat der „Raspi“ die Do-it-yourself-Technik demokratisiert – und Millionen von Makern weltweit inspiriert. 

Eben Upton wird in Hannover nicht nur über die Entstehung und Entwicklung der Plattform sprechen, sondern auch einen spannenden Ausblick auf aktuelle Trends und zukünftige Innovationen geben. Sein Vortrag im Future Meeting Space am Samstag um 12:15 Uhr ist ein echtes Highlight unter über 30 Talks auf zwei Bühnen. 

Neben Upton präsentieren weitere Expertinnen und Experten spannende Themen – etwa zur Fab-City-Vision, zu neuen Raspberry-Pi-Anwendungen oder zu Open-Source-Ultraschalltechnologie. 

Mehr Infos zum Wissenshub gibt es hier.  Wer Eben Upton persönlich treffen möchte, findet ihn am Raspberry Pi Ltd.-Stand (Standnummer 40, Niedersachsenhalle).