Experimente für Stratosphärenballon gesucht

Auf der Maker Faire Hannover können Schulen eigene Experimente am Rande des Weltalls durchführen und in einem Stratosphärenballon aufsteigen lassen.

Im letzten Jahr flog Maskottchen Makey noch alleine mit dem Wetterballon ins Weltall. Dieses Jahr wird der Stratosphärenballon der Maker Faire Hannover ein Gemeinschaftsprojekt. An Bord: Bis zu 25 Physik-Experimente von Schülerinnen und Schülern. Interessierte Schulen können sich ab sofort bewerben.

Was passiert zwischen der Erde und 40 Kilometern Höhe mit Luftpolsterfolie, Pflanzen und Papier? Alles, was in einen Tischtennisball oder eine Streichholzschachtel passt und bis zu 150 Gramm wiegt, kann untersucht werden. Auf dem Weg ins All ändern sich mit der Höhe auch der Luftdruck. Von 1.000 hPa fällt er auf gerade einmal 10 hPa. Die Außentemperatur kann Tiefstwerte bis zu -50 Grad Celsius erreichen. Die Experimente werden außerdem die Ozon-Schicht der Erde durchqueren und schließlich von kosmischer Strahlung und stärkerem UV-Licht getroffen werden. Dafür werden sie wie der Makey auf einer Metallstange montiert. Je nach Fragestellung sollten die Exponate dafür vorbereitet oder gleich in einem passenden Gehäuse untergebracht sein.

 

Der Start des Wetterballons ist für den Morgen des 15. September, dem Maker-Faire-Samstag geplant. Danach wird er bis zu drei Stunden unterwegs sein. Je nach seinem Landeplatz und dem Schwierigkeitsgrad der Bergung können die Versuchsergebnisse voraussichtlich noch am Nachmittag auf der Maker Faire im Hannover Congress Centrum angeschaut werden.

Damit die Auswertung gelingt, sind in einem Kästchen zusätzlich Sensoren eingebaut, die den Flug protokollieren: GPS Position, Flughöhe, Laufzeit, Innen- und Außentemperatur, der Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit werden alle zwei Sekunden gespeichert. Jeweils eine Kamera innen und außen zeichnet den Flug auf – bis der Kontakt abbricht, sind die Streams auf der Maker Faire, sowie auf der Maker-Faire-Webseite und bei Facebook live zu verfolgen.

Anmelden bis 31. August 2018

Interessierte Schulen können sich entweder mit einem Projekt pro Klasse oder Experimenten aus Gruppenarbeiten unter info@maker-faire.de bewerben. Außer einer Versuchsskizze sind die Kontaktdaten einer erwachsenen Ansprechperson nötig. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2018. Die Teilnahme ist kostenlos. Projekte und Schulen können sich außerdem mit einem eigenen Stand auf der Maker Faire Hannover vorstellen, sollten sich dafür aber bis zum 31. Juli anmelden. Weitere Informationen gibt es auch auf maker-faire.de/hannover.

Auch ohne Weltraumprojekte sind Schulen herzlich willkommen: Am Freitag, 14. September öffnet die Maker Faire exklusiv für Lehrkräfte mit ihren Schulklassen, um dem Nachwuchs in der Schulzeit die Chance zu geben, sich über die Themen der Maker-Szene zu informieren. Der Eintritt ist nach vorheriger Registrierung an diesem Tag frei.