Das erste Mal auf der Maker Faire

Elena Fischer, normalerweise in Sachen Pressearbeit für den Rostocker Hinstorff Verlag aktiv, hospitierte eine Woche in der Pressestelle von Heise Medien. Dort wurde die 24-jährige kurzerhand für die Maker Faire eingespannt. Sie schrieb die Pressemeldung zum aktuellen Make-Heft, eine Intranetmeldung zu den zipstrr-Videos, packte die Pressemappen und half beim tatkräftig beim Aufbau und beim Schülertag mit.
Ihre Eindrücke von ihrer ersten Maker Faire schildert sie hier:

Aus allen Ecken prasseln neue Eindrücke auf mich ein. Geräusche, die ich vorher noch nie gehört habe, lenken meine Aufmerksamkeit auf sich. Kleine und große Drohnen sausen in atemberaubendem Tempo umher, umfliegen verschiedene Hindernisse, mir kommt ein fiepender R2D2-Droide entgegen, dreht sich um die eigene Achse und schwebt davon. Erst beim zweiten Hinsehen entdecke ich den Tüftler vom R2-Builderclub mit der Fernsteuerung. Ich kann mich in einem Zauberspiegel betrachten, während mir ein versteckter Bildschirm hinter einem Spiegel die Uhrzeit und die Nachrichten verrät. Nicht schlecht, wenn man mal wieder auf den letzten Drücker aufgestanden ist. Blinkende Roboter, Kinder, die das Lego-Auto verschönern, fahrende Sessel, spritzende Wasserraketen, faszinierende Fischertechnik-Bauten: ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Die Maker Faire 2017 in Hannover ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie ist nicht nur für technikaffine Bastler und Computerbegeisterte interessant, sondern auch für Leute wie mich, die noch nie einen Rechner aufgeschraubt oder einen Lötkolben in der Hand hatten. Auf dem bunten DIY-Festival werden allerhand Projekte von eifrigen Bastlern und neugierigen Erfindern vorgestellt. Es ist, als würde Daniel Düsentrieb persönlich um die nächste Ecke biegen. Cool! Angeboten werden auch Workshops, bei denen man selber mit Anpacken kann. Hier ist für jeden was dabei: Ein Infinity Mirror zum selber bauen, Brush Lettering oder Spinnen mit der Handspindel. Da hat man dann die Qual der Wahl. Besonders hat mich der Workshop begeistert, bei dem man einen Ring aus Silber selbst schmieden konnte. Doch was ist Schmuck herstellen, wenn man sich einen sensorgesteuerten Mini-Roboter selbst löten kann? Die Jungs, die schon aussehen wie Computerfreaks, haben sich jedenfalls schnell entschieden.

Das Fazit meines ersten Maker Faire-Tages fällt sehr gut aus: Hier ist es quirlig, hier ist es bunt, hier ist immer und überall etwas los. Es gibt auch immer etwas zu tun – also die Maker Faire ist definitiv keine gewöhnliche Messe, zu der man einfach hingeht, um „mal zu schauen“. Auf der Maker Faire muss man Dinge mitmachen, Dinge ausprobieren. Wer einen spannenden Tag mit vielen neuen Erfahrungen erleben will, sollte sich auf jeden Fall darauf einlassen. Der Maker-Spirit, die Faszination am Selbermachen, dieser Funke springt wirklich schnell über. Alle Aussteller sind freundlich und bereit, dir über ihr Projekt alles zu erzählen, was du wissen möchtest. Ich kann nur jedem raten: Nächstes Jahr die Maker Faire auf keinen Fall verpassen.

Nachtrag: In den Presse-Clippings habe ich eben den Bericht der BILD Hannover gelesen. Sie schreiben „Genial oder gaga? Hannover erfindet sich neu.“ Dem kann ich nur zustimmen – eine Überschrift, die es auf den Punkt bringt.

Hier geht’s zum Rückblick mit vielen Bildern und Videos

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