Ein Besuch in Eindhoven

Das DIY- und Kreativfestival Maker Faire findet weltweit statt, auch bei unseren niederländischen Nachbarn. Ein Grund, endlich mal nach Eindhoven zu fahren.

Sieben (Mini) Maker Faires gab es am vergangenen Wochenende, eine davon auch in Eindhoven im Süden der Niederlande, rund 40 Autominuten von Deutschland entfernt. Auf dem VDMA-Gelände, einer ehemaligen Fabrikhalle in der Innenstadt, zeigten an 80 Ständen Maker und Initiativen ihre kreativen DIY-Ideen und boten Workshops für die etwa 1800 Besucherinnen und Besucher an. Es war die zweite Mini Maker Faire in Eindhoven.

Auffällig war, wie gut das Organisationsteam rund um René Paré die typische Mischung des Events hinbekommen haben: Gerade in Eindhoven, der Stadt, in der der Elektronik-Konzern Philips als Glühlampenfabrik startete und in der heute noch dessen Ausgründungen NXP und ASML sitzen, hätte man eine sehr techniklastige Veranstaltung erwartet. Allerdings gab es neben den obligatorischen Roboter-Bastlern, 3D-Druckern und Löt-Projekten auch Stände mit Informationen zur Pilzzucht, eine riesige hölzerne Rube-Goldberg-Maschine zum Mitbasteln und mehrere Bildungsinitiativen.

Highlight war der Franzose Gaël Langevin mit seinem humanoiden Roboter aus dem 3D-Drucker, InMoov. Langevin führte nicht nur seine Erfindung vor, sondern berichtete auch davon, dass seine Open-Source-Konstruktion (siehe auch Make 1/2015) mittlerweile in mindestens 56 Ländern nachgebaut würde, vor allem an Unis und Schulen.