Meet the Makers: Sichtbarkeit des Denkens

Svenja Schüffler arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin. Sie hat  in Zusammenarbeit mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam und der Uni Salzburg eine interaktive Visualisierung von Erdbebendaten entwickelt. Aus Datenströmen, Grafiken und Videos entsteht so eine neue Form der Darstellung. Diese interaktiven wissenschaftlichen Visualisierungen seismischer Aktivität (Erdbebenaktivität) bringen etwas zur Anschauung. Aber was bringen sie zur Anschauung und was entbergen sie?

SichtbarkeitdesDenkensAusschnitt_Maker Faire_Hannover

Die Frage nach der Berechenbarkeit der Welt lässt sich gerade am Phänomen des Erdbebens immer wieder neu stellen. Ein Phänomen das möglicherweise inhärent unvorhersagbar ist. Inwieweit geht in den Darstellungskonzepten, den berechnenden Medien und den Messungen das ursprüngliche Phänomen verloren und wird von der unmittelbaren Erfahrung abgeschottet?

Svenja Schüffler stellt den Prototypen (work in progress) zur interaktiven Visualisierung (+ Soundinstallation) von Erdbebendaten vor. Sie verwendet zur Darstellung vvvv, eine grafische Programmierungsplattform mittels derer die Daten in Echtzeit erzeugt und visualisiert werden können.

Die Entwicklung des Prototypen ist das Resultat künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung in der Seismologie. Dieser dient der Erforschung der Dynamik von Erdbeben (seismischen Zyklen), setzt sich aber auch kritisch mit den Fragen sprachlicher und visueller wissenschaftlicher Repräsentation auseinander.

Die Darstellungskonzepte hat Svenja Schüffler im Rahmen ihrer postgradualen Master of Science Arbeit in Kooperation mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam und der Uni Salzburg entwickelt. Den Prototyp setzt sie derzeit als freies künstlerisches Projekt in Kooperation mit der TU Berlin um.

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