Meet the Makers: Ewolverine – Klänge züchten

Mit dieser von mir in Pure Data programmierten Software lassen sich Klänge aus VST- oder Hardware Synthesizern per MIDI züchten. Dazu nutzt Ewolverine einen relativ komplexen genetischen Algorithmus, der es dem Anwender ermöglicht, interaktiv das Potenzial von Synthesizern auszuschöpfen und ihre Klangvielfalt zu durchstöbern.

EwolverinebyHenryDalcke_Maker Faire Hannover

Zuerst generiert Ewolverine 8 zufällige Klänge unter denen der Anwender einen oder zwei auswählt, anschließend kann er diese mit frisch generierten Zufallsklängen einer folgenden Generation, auf unterschiedliche Weise “splicen” und gelangt zu stets neuen Ergebnis-Klangfarben, die nach einigen Generationen dem Wunsch des Anwenders entsprechen. Das bedeutet, dass der Anwender seine Klänge nicht mehr selber am Synthesizer “schrauben” muss, sondern dies der Software “Ewolverine” überlassen kann.

Geplant habe ich außerdem, dass Ewolverine zukünftig einen vorhandenen Sample-Klang auf Basis Neuronaler Netze nach bestimmten physikalischen Kriterien untersucht und am per MIDI (oder OSC) angesteuerten Synthesizer so gut nachbildet, wie dieser es aufgrund seiner Bauweise zulässt.

Zu meiner Person:
Mein Name ist Henry Dalcke und ich bin professioneller Musiker und Hobbyprogrammierer in folgenden Forschungsgebieten:

Genetische Algorithmen, Künstliche Neuronale Netze und Algorithmische Musik und beschäftige mich vorwiegend damit, Steuerungsverfahren für Softwaresynthesizer zu erfinden, die es dem Anwender erlauben, ganz ohne technische Vorkenntnisse, größtmögliche Klangvielfalt zu erzielen. Hierbei kommen u.a. interaktive genetische Algorithmen und Spracherkennung zum Einsatz.

Kommentar verfassen