Meet the Makers: Taktile Karten

Taktile Karten aus der Fräse
Taktile Karten aus der Fräse

Am Anfang war die Idee: „Blindenkarten für alle“.

Für Blinde gibt es schon lange tastbare Innenstadt-Modelle, taktile Globen und haptische Gebirgszüge zu kaufen. Doch diese werden mit hohem manuellen Arbeitsaufwand hergestellt, was sich nur bei entsprechender Nachfrage lohnt.
Hingegen ist man mit den OpenStreetMap-Daten in der Lage, Karten von beliebigen Orten der Welt (teil-)automatisiert herzustellen.
Neben den Anfängen der taktilen OSM-Karten in Form einer in Kupfer geätzten Karte von Christian Schuhmann wird eine Methode zur Straßenkarten-Herstellung mit 3D-Druck vorgestellt.

Daniel Hänßgen zeigt seinen Umbau von Portalfräse auf Portalpräge und führt die Erstellung von Straßenkarten auf Papier nach dem Braille-Präge-Prinzip vor.
Außerdem werden einige Blindenhilfsmittel und -Spiele zur Veranschaulichung gezeigt.

OpenStreetMap Touch ist als ein Ableger des Mutterprojekts OpenStreetMap entstanden, das man auch „Wikipedia der Landkarten“ nennt. Das Croudsourcing-Projekt sammelt mithilfe von zehntausenden Ehrenamtlichen Geodaten und stellt diese Jedermann zur freien Nutzung zur Verfügung. Auf Stammtischtreffen und Mailinglisten tauschen sich die Hobby-Kartografen aus und erstellen neben der Datensammlung auch Tools zum Erfassen und Prüfen der Daten, sowie zu ihrer Aufbereitung. Spezialkarten für alle möglichen Zielgruppen sind im Internet abrufbar, so z.B. Karten für Radfahrer, Taucher oder Rollstuhlfahrer. Daniel Hänßgen, Annette Thurow und Team widmen sich der Erstellung von ertastbaren Karten aus dem OSM-Datenbestand.

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