Clampasaurus & Rustang Sally

Als besonderes Highlight wird in diesem Jahr der britische Künstler Joe Rush zwei seiner beeindruckenden Schrott-Skulpturen präsentieren, die einiges mehr können als nur gut auszusehen.

Der 58 Jährige wuchs in einer Künstler- und Autorenfamilie auf und hatte so schon immer die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Als Kind arbeitete er bereits an Filmsets und bastelte mit und an Motorrädern und Maschinen.
Diesem Stil ist er bis heute treu geblieben. Seine zum Teil gigantischen und motorisierten Skulpturen baut er aus Schrott und alten Maschinenteilen, die er von überallher auftreibt. Für einige seiner Skulpturen verwendet er beispielsweise Teile russischer Panzer und Kampfjets, die er mit seiner Crew nach dem Mauerfall fand, als sie die Militärlager in Deutschland durchsuchten. Überraschenderweise lässt sich der Künstler bei der Verwertung der gefundenen Teile zum Großteil durch die Natur und das Naturhistorische Museum in London inspirieren. So entstehen durch Joe Rush’s Hände metallene Pferde, Dinosaurier und Ameisen, die oftmals Feuer speien oder sich bewegen können.Für das Errichten einer Skulptur braucht er wenige Stunden bis mehrere Jahre, je nachdem ob er alle benötigten Teile vorrätig hat, oder sie erst noch finden muss. „Rustang Sally“, wie er eine seiner Skulpturen nennt, die er auf der Maker Faire Hannover präsentieren wird, ist in gerade einmal zehn Tagen im Rahmen des Burning Man Festivals entstanden. Die Meisten seiner Werke sind jedoch laufende Projekte; niemals werden sie wirklich fertiggestellt, sondern konstant verbessert und verändert.
Skulpturen und Fahrzeuge bauen ist für ihn mehr als nur Kunst. Joe Rush gehört zu den Wenigen, die mit ihrer Kreativität ihren Lebensunterhalt verdienen. Nach eigenen Angaben macht seine Passion ihn zwar nicht reich, dafür allerdings glücklich. Besonders in den Momenten der Überraschung, wenn ihm klar wird, was er errichten wird und wie sehr die einzelnen Teile sein finales Werk bestimmen.
Joe Rush ist kein Ausstellungsneuling. Seine größeren Werke zeigt er regelmäßig auf dem Glastonbury-Festival im Westen Englands, seine kleineren Skulpturen und Zeichnungen gelegentlich auf eigenen Ausstellungen. Seine aktuellen Projekte sind auf der Website der Bruton Kunstgalerie zu sehen. Am aufregendsten war für ihn bisher jedoch eine Ausstellung am „Checkpoint Charlie“ in Berlin, bei der er das berühmte englische Wahrzeichen Stonehenge aus russischen Panzern nachbaute.
Auf die Maker Faire Hannover freut er sich schon besonders, da er hier auf ein Publikum trifft, dass seine Kunst noch nicht kennt, praktisch interessiert ist und seine Skulpturen nicht nur sehen sondern auch verstehen will.

Ansprechpartner: Joe Rush

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