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Meet the Makers: Make Light!

Auch in diesem Jahr ist die BMBF-Initiative „Make Light“ auf der Maker Faire Hannover wieder mit dabei. Foto: VDI Technologiezentrum
Auch in diesem Jahr ist die BMBF-Initiative „Make Light“ auf der Maker Faire Hannover wieder mit dabei. Foto: VDI Technologiezentrum

Wenn man mit einer DIY-Laserharfe Musik macht, mit Mikrocontrollern und optischen Sensoren seine eigene Wetterstation baut, Open Source Laser 3D-Drucker betrachtet und wie bei Star Wars vor einem in der Luft schwebenden Hologramm steht – dann ist Make Light im Spiel! An diesem besonderen Stand (Nummer 8 in der Niedersachsenhalle) auf der Maker Faire Hannover am 6. und 7. Juni dreht sich alles (wie es der Name ja schon verrät) um Maker-Projekte, die sich mit den Technologien rund ums Licht beschäftigen.

Mit der Make Light-Initiative setzt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung dafür ein, die Photonik dem Kreis der Maker näherzubringen, Menschen zu inspirieren und die technische Kreativität zu fördern.

Mit dabei sind:

Die drei Gewinner des Make Light-Wettbewerbs 2014

Der Lumicator von Mario Lukas ist ein „Holografie“-Tisch, über den man wie bei Star Wars kommunizieren kann. Darüber hinaus kann der Tisch Programme über eine von Mario entwickelte Smartphone-App abspielen (z. B. eine „holografische“ Feuerstelle)  und kann auch per Geste gesteuert werden. Das hier verwendete Prinzip wird als „Fogscreen“ bezeichnet: Ein geschickt im Tisch versteckter Projektor wirft das Bild auf eine feine Wand aus Wasserdampf. Durch Luftbewegungen entsteht so ein scheinbar dreidimensionales Bild, das zu schweben scheint.

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Gefahrlos mit dem Feuer spielen oder wie bei Star Wars miteinander kommunizieren: Mit seinem Lumicator belegte Mario Lukas bei dem Make Light Wettbewerb 2014 den ersten Platz. Foto: VDI Technologiezentrum

Das „LIY – Light It Yourself“-Projekt von Andreas Pagel ist eine Art „Indoor-GPS“, das mit Hilfe von intelligenten LED-Leuchten, einer selbst entwickelten App für das Smartphone, kleinen Bluetooth-Funksendern und Mikrocontrollern funktioniert. Das System erkennt, wo sich der Nutzer mit seinem Smartphone befindet und schaltet die Lampen automatisch ein, wenn der Besitzer sich mit seinem Smartphone nähert, oder aus, wenn dieser den Raum verlässt. Diesen Ansatz kann man natürlich in Zukunft stark erweitern, um sich sein persönliches „Smart Home“ einzurichten.

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Mit seiner intelligenten Lichtsteuerung erreichte Andreas Pagel beim Make Light Wettbewerb den zweiten Platz. Foto: VDI Technologiezentrum / Leo Seidel

didacta-sensebox1-vditzDie kleine, mobile DIY-Sensorstation „SenseBox“ vom Forschungs- und Schülerlabor GI@School am Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat mit dem Photonik-Upgrade Komponenten wie UV-Sensor und Lichtsensor erhalten. Als echtes Citizen-Science-Projekt können damit alle Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere auch Schülerinnen und Schüler Umweltdaten wie z. B. Klima, Luftqualität, UV-Strahlung, Lichtverschmutzung und vieles mehr positionsbezogen messen. Die Daten werden in eine Internetkarte, die OpenSenseMap, eingetragen. Durch die Verknüpfung der OpenSenseMap mit vielen SenseBoxen deutschlandweit – oder gar weltweit – kann so ein beliebig dichtes, offenes Photonik-Sensornetzwerk aufgebaut werden.

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Platz drei geht an die SenseBox Photonik, eine kleine portable Sensorstation für Citizen-Science-Projekte und Schulen. Fotos: VDI Technologiezentrum / Janto Trappe

Alle drei Projekte sind Open Source Do-it-Yourself-Projekte und sollen von der Community nachgebaut werden. Sie wurden Anfang April 2015 von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Daniel Bachfeld, Chefredakteur des Make-Magazins, auf der Hannover Messe ausgezeichnet. Am Stand wird auch der neue Make Light-Wettbewerb, die Make Light Challenge 2015, angekündigt.

Lumicator, FabScan und Open Exposer

Der Aachener Maker Mario Lukas präsentiert neben dem Lumicator noch weitere Projekte. Der FabScan ist ein Open Source DIY-Laserscanner, der ursprünglich aus einer Bachelorarbeit an der RWTH Aachen entsprungen ist. Mario möchte den FabScan nun auf die nächste Ebene heben und für das Internet der Dinge fit machen. Dazu hat er die Scaneigenschaften verbessert und eine Software geschrieben, die bequem vom Smartphone aus zu bedienen ist.

 

Der Open Exposer ist ein Open Source Stereolithografie-3D-Drucker, mit dem Mario beim großen Hackaday Prize im letzten Jahr unter die Top 50 gekommen ist. Vor kurzem hat der Open Exposer den ersten richtigen Testdruck hinter sich gebracht und sollte nun druckbereit am Stand zu besichtigen sein.

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Mario präsentiert auf der Maker Faire Hannover 2015 den aktuellen Status des Open Exposers. Auf dem Bild ist noch eine ältere Version von der letzten Maker Faire Hannover zu sehen. Foto: VDI Technologiezentrum

You-SLS: Der Desktop Open Source Lasersinter

Ein weiteres geniales Projekt kommt von Lukas Hoppe: Sein „You-SLS“ ist ein Desktop Open Source Lasersinter. Der 18-jährige Schüler aus Bremen wollte eine Lösung für das Problem von 3D-Druckern im Maker-Bereich finden, bei denen gedruckte Objekte mit Überhang unzureichende Qualitäten aufweisen. Heraus gekommen ist das Design für einen kompakten „Selective Laser Sinter“ (SLS), der die Qualität von industriellen SLS-Geräten für wenig Geld in den Maker-Bereich bringen soll. Erst im April sammelte Lukas auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo viele Unterstützer für sein Projekt. Den aktuellen Entwicklungsstand bringt er mit an den Make Light-Stand.

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Der You-SLS von Lukas Hoppe ist der erste Open-Source-3D-Drucker auf Basis von Selective Laser Sintering (SLS). Bild: Lukas Hoppe

Make Light Action

Der ebenfalls aus Aachen kommende Maker Christoph Emonds bringt mit seinen Projekten Action an den Stand. Schon im letzten Jahr sorge der Highstriker, ein „Hau den Lukas“, der über Schlagbewegungen in die Luft mit dem Smartphone gespielt wird, für Freude. Jetzt kommt noch der Hammer-Pong dazu. Mit großen Spielzeughammern muss ein Lichtsignal rechtzeitig gekontert werden.

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DIY-Retrogaming: Die LED-Arcade-Tische, auf denen Pong oder Tetris gespielt werden können, waren letztes Jahr sehr gefragt. Foto: VDI Technologiezentrum

Das Gemeinschaftsprojekt von Christoph und Mario, die LED Arcade-Tische vom letzten Jahr, auf denen z. B. Tetris und Pong gespielt werden können, sind auch wieder mit dabei.

Top Secret

Laserharfe
Die DIY-Laserharfe ist nur ein Teil eines größeren Projekts… Mehr Infos gibt es dann aber am Make Light-Stand! Bild: Mario Lukas

Zudem wartet noch ein Überraschungsprojekt am Make Light-Stand auf die Besucher, bei dem gleich sechs Maker ihre Hand im Spiel hatten: René Bohne, Christoph Emonds, Roksaneh Krooß, Mario Lukas, Lina Wassong und Alex Wenger. Nur so viel sei verraten: es geht dabei um DIY-Projekte wie beispielsweise LED-Hosenträger, Laser-Pong oder eine Laserharfe…

Wir freuen uns auf euren Besuch auf der Maker Faire Hannover!

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